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Guter Service zwischen Wettbewerb und Förderung
„Der Delphin ist für uns das passende Zeichen“, erklärt Klaus Beckert, Leiter der Delphin- Werkstätten in der Wilhelm- Kuhr-Straße.

Die Delphin-Werkstätten sind eine Einrichtung der beruflichen und sozialen Eingliederung von Menschen mit unterschiedlichen körperlichen oder geistigen Behinderungen. Insgesamt arbeiten hier 235 Menschen mit Behinderungen, die von 45 Mitarbeitern angeleitet werden.

Die Beschäftigten arbeiten in drei Teilbereichen: dem Berufsbildungs-, Förder- und Arbeitsbereich. Für Jugendliche aus Abgangsklassen der Schulen für Lernund Geistigbehinderte bieten die Delphin-Werkstätten eine Berufsbildung an, während der sie verschiedene Arbeitstechniken für den Einsatz in einer Werkstatt erlernen. Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen werden in einem speziellen Förderbereich in kleinen Gruppen betreut und individuell gefördert. Auch sie haben das Ziel, in der Werkstatt mitarbeiten zu können. Im Dienstleistungsbereich der Werkstätten führen sie anspruchsvolle Kundenaufträge aus. In der Wäscherei zum Beispiel waschen und reinigen die Beschäftigten für Kitas, Seniorenheime, Arztpraxen oder Privatkunden. So arbeiten die Werkstätten stets im Spannungsfeld zwischen Kostendruck und individueller Förderung. Die Gruppenleiter besitzen alle handwerklichtechnische Fachkenntnisse und verfügen über eine sonderpädagogische Zusatzausbildung. Weil in der Regel nur 12 Menschen mit Behinderungen in einer Gruppe arbeiten, entwickelt sich auch eine vertraute, familiäre Atmosphäre.

Die Delphin-Werkstätten erfüllen Aufträge mit hohem Qualitätsanspruch. Zu ihren Kunden gehören Firmen ebenso wie Privatpersonen. Diese erhalten Produkte und Dienstleistungen von hoher Qualität und zu moderaten Preisen. Die City-Umhängetaschen zum Beispiel, die in der Näherei hergestellt werden, sind inzwischen sehr begehrt in vielen kleinen Läden in Pankow und Prenzlauer Berg. Zum weiteren Angebot zählen die Dienstleistungen Montage, Elektromontage, Komplettierund Sortierarbeiten, Elektroschrott- Recycling, Akten- und Datenträgervernichtung sowie Garten- und Landschaftspflege.

Im Bereich Elektroschrott-Recycling sind die Werkstätten zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb, erklärt Lothar Netzel, technischer Leiter: „Wir vernichten Akten und Datenträger. In Zusammenarbeit mit einer Partnerwerkstatt ist Anfang nächsten Jahres der Aufbau eines Bereichs für elektronische Archivierung geplant.“ In Zukunft soll es auch eine Sammelstelle für Elektroschrott geben, an der Privatpersonen und Kleingewerbe ihren Elektroschrott in haushaltsüblichen Mengen kostenfrei abgeben können, ähnlich der BSR-Annahmestellen. Die Delphin-Werkstätten führen ein so genanntes Upcycling von Altgeräten, zum Beispiel von PC-Technik durch. Diese werden geprüft und wieder instandgesetzt, auf- oder umgerüstet und dann kostengünstig weiterveräußert.

Technisch sehr gut ausgestattet sind die Werkstätten zudem für die Aktenvernichtung in großem Stil. Zu ihren Kunden zählen unter anderen die Sparda Bank, BARMER Ost, die Deutsche Bank Brandenburg und der Caritas Verband. Wer große Mengen Akten vertrauensvoll vernichtet wissen möchte, kann diese unsortiert mit Klammern und Heftern in die Hände der Delphin-Werkstätten geben. „Wir freuen uns jederzeit über neue Kundenkontakte und Interessenten an der Werkstatt“, sagt Klaus Beckert.