Leben zeigt sich in Formvon Bewegung.
Dortwo Bewegung verhindert
wird, machen sich
Krankheiten breit. Die Osteopathie
kennt alle kleinen und großen
Bewegungen des menschlichen
Körpers. Sie hilft Bewegungseinschränkungen
aufzuspüren
und zu lösen. So beschreibt
der Verband der Osteopathen
Deutschland (VOD) e.V.
dieOsteopathie. Der Grundstein für die Osteopathie wurde bereits vor 130 Jahren von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still gelegt, der aus der Not heraus nach einem neuen Heilungsansatz für Krankheiten suchte, bei denen die Schulmedizin damals an ihre Grenzen stieß. Er hoffte so, seine Frau und seine Kinder von schwerer Krankheit heilen zu können.
Die Erkenntnisse von damals sind noch heute Bestandteil der osteopathischen Behandlung, die sich wachsender Beliebtheit erfreut. Biathlonprofi Michael Greis ist von der heilenden Wirkung überzeugt.
Bei den Osteopathen, die eine anspruchsvolle Ausbildung von drei bis fünf Jahren absolvieren müssen, heißt es, das ein Mensch seinen Körper nur selbst heilen kann, das kann kein Osteopath und kein Schulmediziner. Es wird also dem Patienten dabei geholfen, sich selbst zu heilen.
Die Werkzeuge der Osteopathen sind vorwiegend ihre Hände, mit denen sie mit viel Feingefühl Funktionsstörungen erkennen und oft wirksam behandeln. Doch Osteopathie ist kein Allheilmittel, sondern eine Ergänzung zur Schulmedizin.
Das Zusammenwirken der einzelnen Körperregionen
Unser Körper und alle seine Bestandteile sind in ständiger Bewegung, alles hängt zusammen und baut aufeinander auf. Mit genau diesen Zusammenhängen arbeitet die Osteopathie. Durch die Bewegung eines Körperteils, erkennt der Osteopath, ob ein anderer optimal funktioniert.
Der menschliche Körper besteht aus unterschiedlichsten Strukturen, wie zum Beispiel Knochen, Sehnen oder Organen. Sie alle bilden eine Einheit. Knochen zum Beispiel sind hart und geben dem Körper Halt, während Muskeln dehnbar sind und den Knochen wiederum Beweglichkeit verleihen. Ändert sich also die Funktionalität eines Bestandteils, so hat das direkte Auswirkungen auf weitere Teile des Körpers. Die Osteopathie bezieht sich auf diese Wechselwirkung zwischen Struktur und Funktion. Nachdem der Osteopath also die gestörten Funktionen im Körper ausfindig gemacht hat, kann er mit Hilfe manueller Techniken dem Patienten helfen, zu seiner ursprünglichen Beweglichkeit zurück zu finden.
Gesundheit
Da unser Körper ständig verschiedensten inneren und äußeren Einflüssen ausgesetzt ist, ist Gesundheit nicht gerade ein einfach zu erlangender Zustand. Immerfort wird unser Körper aus dem Gleichgewicht gebracht, was Erkrankung zur Folge hat. Doch unser Körper kämpft gegen sein Kranksein an, um ein konstantes Gleichgewicht zu erzielen. Wunden heilen und Knochen wachsen nach einem Bruch wieder zusammen, das ist das Werk des eigenen Körpers. Diese Kräfte zu wecken und zu mobilisieren, ist Ziel der Osteopathie.
Ein gesunder Zustand ist dann gegeben, wenn alle Strukturen ungehindert funktionieren können, andernfalls entstehen Beschwerden, die bei Nichtbehandlung mit der Zeit schlimmer werden, da sich durch das Zusammenhängen der unterschiedlichen Strukturen in unserem Körper ein Leiden auf andere Regionen des Körpers ausweitet und uns in unserer Bewegungsfreiheit einschränkt.
Wer schon längere Zeit unter bisher unaufgeklärten Beschwerden leidet, findet in der Osteopathie vielleicht eine Antwort. Manchmal fehlt einem zu seiner Gesundheit nur ein kleiner Stoß in die richtige Richtung.



