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Naturphänomene spielerisch entdecken
Bücher Projekt „Forschergarten“ ist Preisträger im Bundeswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“

Endlich ist wieder Dienstagvormittag. Die acht Kinder der Kita Walter-Friedrich-Straße freuen sich schon auf Claudia Berndt, Biotechnologin und Mutter von zwei Kindern. Sie ist eine von acht Dozentinnen des "Forschergartens".

Schnell ist Frau Berndt von den neugierigen Kindern umringt, die wissen möchten, welche tollen Experimente heute gemacht werden. Die Kinder warten gespannt darauf, dass Frau Berndt die mitgebrachten Kisten auspackt.

Letzte Woche stellten sie sich ihre eigenen Minimagneten her und bauten anschließend einen Kompass. Heute geht es um das Thema Fliegen. In den Experimenten bauen die Kinder Ballonraketen und erfahren, wie Hubschrauber fliegen. Viel zu schnell ist der Kurs vorüber, finden die Kinder. Sie fragen Frau Berndt aufgeregt: „Aber Du kommst doch nächste Woche wieder?"

In den Experimentierstunden des "Forschergartens" werden Themen wie Luft, Licht, Wasser, Chemie, Temperatur, Küchenchemie, Strom und Magnetismus an Vor- und Grundschulkinder herangeführt. Die chemischen und physikalischen Experimente werden in Geschichten verpackt. Oft sind es gerade einfache Geschichten aus dem Alltag, die den Kindern den Zugang zu den Naturphänomenen erleichtern. Am Ende des Kurses festigen die Kinder ihre neu gewonnenen Eindrücke, in dem sie das Erlebte malen.

Die Idee des "Forschergartens" entwickelte sich aus dem 2003 gestarteten „Physikgarten", der von der Physikerin Frau Eckert-Palvarini mit viel Begeisterung konzipiert und durchgeführt wurde. Mit finanzieller Unterstützung des Bucher Medizintechnikunternehmens Eckert & Ziegler AG startete sie im Sommer 2006 unter Leitung des Gläsernen Labors auf dem Campus Berlin-Buch den „Forschergarten".

Interessierte Kindertagesstätten und Grundschulen können individuelle Termine mit dem Forschergarten abstimmen. In kleinen Gruppen zu sechs bis acht Kindern im Alter von 4-10 Jahren werden in einer Experimentierstunde jeweils vier Experimente durchgeführt. Die Teilnahmegebühr beträgt 3,50 Euro pro Kind. Das Experimentierangebot erstreckt sich über vier bis acht Wochen.
Von Januar bis August diesen Jahres haben über 600 Kinder aus insgesamt 50 Kindergärten, Horten und Grundschulen in Berlin und im Umland an den Experimentierkursen des Forschergartens teilgenommen. Die einstündigen Mitmach-Veranstaltungen werden von einem Netzwerk bestehend aus 18 Studierenden der Friedrich-Fröbel-Schule und derzeit acht Dozentinnen betreut. Letztere sind überwiegend Naturwissenschaftlerinnen der Forschungsinstitute auf dem Campus Berlin-Buch.

Der Forschergarten hat sich im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen" durchgesetzt. Eine unabhängige Jury hat die Gewinner aus über 1.500 bundesweiten Bewerbern ausgewählt.

Jeder „Ausgewählte Ort 2007" wird sich an einem Tag des Jahres mit einer eigenen Veranstaltung beteiligen. Am 7. November 2007 präsentiert sich der Forschergarten mit seiner Veranstaltung von 9.00 bis 15.00 Uhr im Foyer des MDC.C, Campus Berlin-Buch. Ziel der Veranstaltung ist es, an diesem Tag gemeinsam mit 55 Kindergärten, Horten sowie Grundschulen zu experimentieren. Bei Interesse bittet der "Forschergarten" um Voranmeldung bei Projektkoordinatorin Claudia Jacob, telefonisch unter (030) 94 89 29 30 / 22 oder im Internet auf www.forschergarten.de. (DS)