Der Wunsch nach einer zusätzlichen Wärmequelle in den heimischen Wänden ist heute allgegenwärtig. Mit Holz betriebene Kamine oder Kachelöfen sparen gerade in der sogenannten Übergangszeit 30-50% der Brennstoffe (Öl, Gas Strom, etc.), die sonst zentrale Beheizungen benötigen. Ein Aspekt, der nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt gut tut. Gerade Holz gilt als nachwachsender Rohstoff, der bei der Verbrennung nur soviel Kohlendioxid (CO2) abgibt, wie er zuvor für sein Wachstum verbraucht hat.
Darüber hinaus schaffen moderne Kamine und Kachelöfen Wohlbehagen. Speziell die Kachelöfen geben durch ihre guten Speichereigenschaften auch dann noch Wärme ab, wenn das eigentliche Feuer bereits erloschen ist. Die entstehende Strahlungswärme wird vom Körper als sehr angenehm empfunden, da sie der natürlichen Sonnenstrahlung ähnelt. Bei offenen oder verglasten Feuerräumen sorgt außerdem das Züngeln der Flammen für eine ganz besondere Atmosphäre.
Wer zusätzlich zur behaglichen Atmosphäre noch etwas für die Umwelt tun möchte, der sei beruhigt. Denn man kann heute den schönen, heimeligen Kachelofen mit einer Solarenergieversorgungsanlage koppeln, und damit komplett CO2-neutral heizen. Dem Kachelofen sieht man hierbei gar nicht an, dass sich in ihm und im Hintergrund modernste Heizungstechnologie verbirgt.
Wer eine solche Möglichkeit für das eigene Heim in betracht zieht, sollte sich aber direkt an einen Fachmann wenden.
Das Besondere an dieser Heizungstechnologie ist, dass mit der Energie der Sonne, die durch Sonnenkollektoren aufgefangen wird und dem holzbefeuerten Kachelofen, in den ein Wasserkessel integriert ist, ein Haus umweltgerecht und mit geringen Verbrauchskosten beheizt werden kann.
Zu einer kompletten Anlage gehört ein Kachelofen mit Warmwasser-Heizungswärmetau-scher, eine Wärmeverteilerstation mit Pufferspeicher für Heizung und Warmwasser und die Solarzellen auf dem Dach. Die Sonnenkollektoren werden bedarfsgerecht ausgelegt und liefern in den entsprechenden Breitengraden Energie von März bis Oktober. Die aufgenommene Wärme und die wasserseitige Heizleistung vom Kachelofen wird im Pufferspeicher gesammelt und steht für die Raumheizung und die Warmwasserversorgung zur Verfügung.
Bei Schlechtwetterperioden und in den Wintermonaten wird die Warmwasserproduktion des mit Holz beheizten Kachelofens einfach dazu geschaltet.
Wer sich also für das Heizen mit Sonne plus Holz interessiert, sollte auch darauf achten, dass für die innere Technik nur komplette Systemlösungen von einem Anbieter eingebaut werden. Eine Kombination aus verschiedenen Fabrikaten kann zu Abstimmungsproblemen führen. Aber solche Erkenntnisse gehören zum selbstverständlichen Know-how eines Kachelofenbauers. Der Fachmann ermittelt den Wärmebedarf, übernimmt die gründliche Planung, berät bei der Geräteauswahl, ermittelt die Kosten und installiert die komplette Anlage. (SB)



