In den vergangenen Jahren hat die Bedrohung durch Computerviren stark zugenommen und es kommen täglich bis zu 80 neue hinzu. Ein Computervirus ist ein Programm, dass sich selbst vermehrt. Es dringt in andere Programme ein, reproduziert sich dadurch selbst und kann unvorhersehbaren Schaden an der Hardware, dem Betriebssystem und der Software anrichten, je nach Programmierung durch den Ersteller.
Umgangssprachlich wird der Begriff Virus auch für Würmer und Trojanische Pferde verwendet, obwohl Unterschiede bestehen. Während ein Virus darauf wartet, versehentlich vom Anwender auf ein neues System kopiert zu werden, sind Würmer sehr viel gefährlicher, da sie aktiv in neue Systeme eindringen und dabei Sicherheitslücken auf dem Computer, wie Programmierfehler oder unsichere Passwörter ausnutzen. Beim Trojanischen Pferd, kurz Trojaner genannt, handelt es sich um ein Computerprogramm, das als nützliche Anwendung getarnt ist und im Hintergrund unbemerkt eine ganz andere Funktion ausführt. Es kann z.B. passieren, dass sie während des Surfens im Internet „gewarnt" werden, das Ihr Rechner infiziert sei und Ihnen wird empfohlen sofort ein Programm zu kaufen, dass diesen Fehler bereinigt. So verlieren Sie einerseits Geld und andererseits ist Ihr Computer, wenn er es vorher nicht war, nach dieser Interaktion mit Sicherheit infiziert.
Um sich vor Angriffen aus dem Internet zu schützen, gibt es diverse Antivirenprogramme von unterschiedlichsten Anbietern, für jeden Anwender. Diese sollten Sie unbedingt nutzen. Thomas Domke empfiehlt die Panda Software, diese gibt es in den verschiedensten Ausführungen, angefangen bei der Kleinsten, die vor den bekanntesten und allgemeinsten Gefahren schützt, bis hin zur größten Ausführung, die den umfassendsten und aktuellsten Schutz bietet. Andere Software dieser Art gibt es unter anderem von Symantec oder Avira.
Belassen Sie es aber nicht beim Kauf und Installieren einer Antiviren-Software. Es werden immer neue Viren entwickelt und verbreitet, d.h. Sie müssen Ihr Programm regelmäßig auf den neuesten Stand bringen (updaten). Das können Sie auf der Internetseite des jeweiligen Anbieters tun. Wenn es nämlich erst zu Virenbefall gekommen ist, haben Sie unter Umständen keinen Zugriff mehr aufs Internet, da viele Viren Ihnen den Zugang zum Netz versperren. Einige Antivirenprogramme aktualisieren sich auch selbstständig, wie z.B. Avira Antivir, dass Sie kostenfrei im Internet runter laden können.
Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, bestimmte Seiten im Netz, von denen bekannt ist, dass sie eine potentielle Gefahr darstellen, einfach zu meiden. Sie können davon ausgehen, dass z.B. auf illegalen Download-Plattformen, sei es für Musik, Filme oder Sonstiges immer Viren lauern. Genauso auf den meisten eher dubiosen Webseiten. Für diese Art der Selbstkontrolle können Sie als Hilfe eine Webfilter-Software nutzen. Es gibt inzwischen einige Software, die zum Schutz für Kinder vor Übergriffen im Internet entwikkelt worden sind (z.B.VISE, dass Sie im Internet unter www.kinderschutzampc.de erhalten können). Mithilfe dieser können Sie bestimmte Seiten einfach sperren.
Eine weitere Lösung kann eine Firewall sein. Sie stellt eine Art Sicherheitszaun dar, der an verschiedenen Stellen, je nach Sicherheitslage potentiell gefährliche Tore (Ports) verschließt und sichere öffnet. Allerdings stellt diese nur einen Schutz gegen Würmer dar.
Ebenso, wie Sie Ihre Anti-Viren-Software regelmäßig auffrischen, sollten Sie, wenn Sie Windows-Nutzer sind auch die von Windows alle 14 Tage angebotenen Updates herunter laden.
Es gibt im Internet auch kostenlose Programme, die Ihren PC nach Viren etc. durchsuchen. Wenn Sie Ihren Rechner nach Viren scannen lassen, achten Sie darauf, dass alle Dateien durchsucht werden. Stellen Sie z.B. sicher, dass der Ordner „Wiederherstellungsordner" auch gescannt wird und den Inhalt des Ordners „Temporäre Dateien/Internetdateien" löschen Sie bestenfalls. In diesen Ordnern legen sich oft Viren ab.
Eine letzte Möglichkeit ist eine sogenannte Boot Disk, dass ist eine „saubere" CD mit Antivirenprogramm und Virensignatur, die beim Hochfahren den Computer durchscannt und gar nicht erst das System hoch lädt, was für einen Virus von Nutzen sein könnte.
Wenn ein Virus allerdings erstmal Ihren gesamten Rechner lahm gelegt hat, bleibt Ihnen oft nur noch die Hilfe eines Experten, was sich dann auf Kosten von bis zu 400 Euro belaufen kann, weil in einigen Fällen komplett gelöscht und erneuert werden muss.
Die, sich täglich weiter entwickelnden Viren sind inzwischen derart komplex, dass es zunehmend schwerer wird, seinen PC bei einem Befall wieder zu bereinigen. Daher ist Prävention der beste Schutz für Ihren Computer. Er ist zwar nicht hundertprozentig, aber er gibt größtmögliche Sicherheit. (DS)



