Venenprobleme sind ein typisches Merkmal unserer Zeit. In jungen Jahren zeigen Stöckel- oder Plateauschuhe bzw. enge Kleidung, die sehr körpernah getragen wird, kaum Auswirkungen, aber mit steigendem Alter treten Probleme gehäuft auf. Wer kennt das nicht, abends mit geschwollenen Füßen bzw. Beinen, die zum Teil auch mit starken Schmerzen verbunden sein können, nach Hause zu kommen. Auch in den zurückliegenden Ferien wird wieder der eine oder andere auf längeren Flugstrecken gelitten haben.
Was kann man also zur Vorbeugung tun?
Das leichteste Mittel sind Einreibungen, möglichst mit Rosskastanienextrakt oder Rotem Weinlaub, die zum einen abschwellend und damit schmerzlindernd wirken, zum anderen die Venenwände von innen schützen, so dass Wasser erst gar nicht eingelagert werden kann. Die Ödembildung wird damit von Anfang an sehr stark eingeschränkt. Noch besser ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Hier wird durch hohen Druck von außen, physikalisch auf den Körper eingewirkt und so eine Erweiterung der Venenwände unmöglich gemacht.
Die moderne Kompressionstherapie hat nichts mehr mit den hässlichen Strümpfen aus „Urgroßmutterszeiten" zu tun. Die heutigen Modelle warten mit aktuellen Farben auf, bei denen für jeden Geschmack etwas dabei ist. Interessenten können sich in Apotheken oder Sanitätshäusern beraten und die neuesten Strümpfe zeigen lassen. Apotheken haben den Vorteil, dass dort die Zuzahlungen für Strümpfe auf maximal 10,- Euro begrenzt sind, bei den Sanitätshäusern können die Kosten häufig mehr als doppelt so hoch sein.
Wer seine Venen überprüfen lassen möchte, kann sich dafür ebenfalls an eine Apotheke wenden. Diese führen oft sogenannte Venenmessaktionen durch, wo dann direkt in der Apotheke der Zustand der Venenwände geprüft werden kann. Fragen Sie bei Interesse doch mal nach!
Natürlich helfen für den Anfang auch altbewährte Hausmittel, wie zum Beispiel das Hochlagern der Beine, so oft wie möglich oder kühle Umschläge mit essigsaurer Tonerde sowie Eissprays oder generell kühlende Gele speziell für die Beine. Besonders wichtig ist dies auch während der Schwangerschaft, denn hier müssen die Beine ein erhöhtes Gewicht tragen, da der Druck auf die Venen größer ist als sonst. Andernfalls endet es mit Besenreißern oder Krampfadern. Ist es erst einmal soweit gekommen, kann dann eventuell nur noch der Chirurg helfen, indem er die Venen verödet oder zieht. Wenn Sie die genannten Tipps jedoch beachten, muss es soweit gar nicht kommen. (IG)



