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Ambulante Rehabilitation - Keine Reha-Light
Viele Menschen sind nach einem Unfall oder längerer Krankheit in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt und müssen Kraft und Geschicklichkeit langsam aber stetig wieder trainieren.

Viele Menschen sind nach einem Unfall oder längerer Krankheit in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt und müssen Kraft und Geschicklichkeit langsam aber stetig wieder trainieren.

Bis Mitte der 90er Jahre vorwiegend stationär durchgeführt, stehen den Patienten dafür zunehmend auch ambulante Einrichtungen zur Verfügung.
Denn eine erfolgreiche Gesundung von Patienten kann auch ambulant erreicht werden. Viele stationäre Reha-Einrichtungen bieten zusätzlich zu ihren stationären Angeboten die ambulante Durchführung ihres Rehabilitationsprogrammes an. Für Patienten liegt der Unterschied in der täglichen Rückkehr in ihr häusliches Umfeld.

Wo gibt es Reha-Tageskliniken?
Vor allem in Großstädten und mittelgroßen Städten haben sich eigenständige ambulante Reha-Zentren etabliert. Heute existieren mehr als 140 eigenständige ambulante Reha-Einrichtungen in Deutschland. Die meisten ambulanten Reha-Plätze fallen auf Menschen, die ein orthopädisches Problem behandeln.

Häufig bietet sich eine sinnvolle Ergänzung beider Rehabilita¬tionsmöglichkeiten an, zunächst stationär und später, wenn es dem Patienten besser geht eine ambulante Fortsetzung. Denn wer ambulante Reha bevorzugt, muss schon ausreichend mobil sein und die Einrichtung muss außerdem in einer einfachen Wegezeit von 45 Minuten erreichbar sein.

Warum besser ambulant?
Verschiedene Faktoren lassen eine ambulante Reha attraktiv erscheinen: Der Patient bleibt im gesundheitsförderlichen persönlichen Umfeld, befindet sich in der Nähe seiner Arbeitsstelle und kann im Zuge der Gesundung seine Belastbarkeit auf Arbeit erproben. Angehörige können aufgrund der Ortsnähe leichter einbezogen werden, zum Beispiel in Schulungsprogramme zur Ernährung. Wer Kinder hat, kann diese weiter betreuen und muss sich für die Zeit der Reha keine alternativen Aufenthaltsorte überlegen. An Selbsthilfegruppen teilnehmende Patienten können diese fortführen. Allgemein kann in Alltagsnähe die eigene Belastbarkeit besser trainiert werden.

Wer übernimmt die Kosten?
Die Kosten ambulanter Rehabilitation übernimmt der Rentenversicherungsträger. Bei ganztägiger ambulanter Rehabilitation besteht unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Übergangsgeld. Für die Leistungen werden auch die Fahr- und Transportkosten übernommen. Auch eine Haushaltshilfe kann als ergänzende Leistung zur Rehabilitation gewährt werden.

Ambulante Rehabilitation ist keine Reha-Light und daher nicht mit Leistungen zur Nachsorge zu verwechseln, sondern wird anstelle einer stationären Reha durchgeführt. Zusammen mit Anschlussbehandlungen kann der Patient seiner Gesundheit Stück für Stück näher kommen.