Was ist Coaching? Anfangs in der Welt des Sportes und im Zusammenhang mit beruflicher Beratung, zum Beispiel im Management und Vertrieb verwendet, begegnet einem der Ausdruck immer häufiger im Kontext allgemeiner Lebensberatung: Denn die meisten Menschen schaffen es aus verschiedenen Gründen nicht, bestimmte Vorhaben tatsächlich zu verwirklichen. Der Begriff Coach stammt aus dem englischen und bedeutet Kutsche. Ein Coach ist ein Begleiter, ein neutraler Reisegefährte, der dabei hilft, ein selbst formuliertes Ziel zu erreichen.
Ein Coach in Lebensfragen unterstützt seine Klienten in ähnlicher Weise. Er kann den Anstoß zur Veränderung geben, handeln muss letztendlich der Coachee, wie die Klienten genannt werden. Coaching ist nicht zu verwechseln mit einer Psychotherapie, denn es unterscheidet sich erheblich von dieser indem es die Selbststeuerungsfähigkeit der Klienten voraussetzt und an ihre Eigenverantwortlichkeit appelliert.
Coaching kann in Form eines bzw. mehrerer Einzeltermine oder in Form einer Gruppe, offen oder fest, stattfinden und verfolgt das Ziel, den Teilnehmern bei der Erweiterung ihrer Handlungsoptionen zu helfen.
Bestandteil jedes erfolgreichen Coachings ist es, sich über eigene Ziele, Überzeugungen und Ressourcen bewusst zu werden. Dabei ist es von großer Wichtigkeit anzuerkennen, „was ist". Denn auch Stolpersteine auf dem Weg zum Ziel können ihre Funktion haben. Wer bereit ist, weiterzugehen und ein Hindernis überwinden möchte, kann von einem geschulten Coach wichtige Impulse, Hilfestellung und Motivation erwarten.
In diesem Prozess ist es auch notwendig, zu hinterfragen, welche eigenen Überzeugungen einem nützlich sind oder einen daran hindern, unser Ziel weiter zu verfolgen. Dabei kann es manchmal unverzichtbar sein, sich überkommener Überzeugungen zu entledigen.
Als wohltuend empfinden viele Klienten, wenn Ihnen eine Stunde oder länger die ungeteilte Aufmerksamkeit des Coaches oder anderer Kursteilnehmer zuteil wird. Hilfreich sind auch „Hausaufgaben", die vergeben werden und dazu ermutigen sollen, Dinge auszuprobieren, die einem schwer fallen. Wer damit rechnet, dass es beim nächsten Treffen Rückfragen geben wird, geht vielleicht entschlossener an seine „Aufgabe". Coaching hilft auf effektivem Weg, Lösungen zu finden.
Im Coaching gibt es keine klare methodische Eingrenzung, auffällig sind Anleihen aus dem NLP (Neurolinguistischer Programmierung) und der Supervision: Eine Sensibilisierung der Wahrnehmung, ein Besinnen auf oder die Realisierung eigener Ressourcen und die Formulierung eines klaren Ziels (Wie komme ich von A nach B?) spielen bei beiden eine große Rolle.
Zur Qualitätssicherung sollte ein Coach eine zertifizierte Ausbildung genossen haben. In Deutschland gibt es eine große Anzahl verschiedener Verbände mit unterschiedlichen Interessen und Schwerpunkten, die zur Ausgabe eines Coaching-Zertifikats berechtigt sind.
Speziell für Frauen gibt es seit dem 1. April eine offene Coachinggruppe im Wortraum. Nähere Informationen dazu finden Sie auf unserer Internetseite
www.remke-beratung.de.



