Kräuter würzen unsere Speisen und löschen als Teeaufguss unseren Durst. In der Küche dürfen sie nicht fehlen, ob im Kräutergarten kultiviert, auf Balkon oder Küchenbank. Im Garten wurden Kräuter früher meist zusammen mit Blumen im Mischbeet gepflanzt, heute legen sich viele Gärtner einen Kräutergarten an. Üblich sind auch Beete, in denen sowohl Gemüse als auch Kräuter wachsen. Bei der Gestaltung Ihres Kräutergartens können Sie kreativ sein: Vom Hochbeet über den Steingarten bis hin zur Kräuterspirale existieren dekorative Beetvarianten.
Was ihre Ansprüche an den Boden betrifft, lassen sich Gartenkräuter in drei Gruppen unterteilen. Die erste verlangt einen mageren, durchlässigen Boden, am besten mit Sand versetzt. Zu dieser Gruppe gehören Oregano, Salbei, Rosmarin und Thymian. Eine zweite Gruppe gedeiht in normalem, ungedüngtem Gartenboden, so zum Beispiel Zitronenmelisse, Estragon, Majoran und Koriander. Die letzte Gruppe benötigt mit Kompost aufgewertete Erde, um wachsen zu können. Hierzu zählen unter anderen Petersilie, Schnittlauch Liebstöckel und Basilikum.
Wer sich Kräuter auf dem Balkon oder auf der Fensterbank ziehen möchte, sollte zusätzlich etwas reifen Kompost oder Humusbild¬ner und gelegentlich flüssigen organischen Dünger in Balkonkasten oder Topf geben, denn die Wurzeln haben hier nicht den gleichen Freiraum wie in der Gartenerde und brauchen etwas Unterstützung.
Die meisten Kräuter vertragen sich gut miteinander, es gibt jedoch dominante Sorten wie Liebstöckel oder Rosmarin, die im eigenen Topf besser aufgehoben sind. Was zusammen in einen Topf gepflanzt wird, sollte am besten nach Licht- und Wasseranspruch entschieden werden: Also pflanzt man einheimische Kräuter zusammen und diejenigen aus dem mediterranen Raum. Oregano, Rosmarin, Thymian, Lavendel und Salbei sind „Südländer", brauchen viel Sonne und können auch mal Hitze vertragen. Ihre Erde sollte einen Sandanteil enthalten. Geben Sie ab und an eine zerkleinerte Eierschale in die Erde, um den Kalkanteil zu erhöhen. Vergessen Sie auch nicht, dass Sie Pflanzen im Balkonkasten öfter gießen müssen als im Garten. Einheimische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie oder Kerbel benötigen zwar weniger Sonnenlicht zum Wachsen, müssen aber regelmäßig gegossen werden. Als Standorte eignen sich für die Mittelmeer¬kräuter der Südbalkon, einheimische Kräuter können schattig stehen. Zitronenmelisse und Minze sind auf dem Nordbalkon gut aufgehoben, bei zu intensiver Sonne vertrocknen sie leicht.
Mit guter Pflege ernten Sie schon bald von der Fensterbank, bereiten würzige Speisen zu und genießen vielleicht auch frischen Minztee. Noch ein Tipp: wenn Sie Kräuter am Morgen ernten, enthalten sie die höchste Konzentration an wertvollen ätherischen Ölen.



