Kaum erreichen die ersten warmen Sonnenstrahlen die Gräser der Berliner Parks, werden diese auch sogleich belagert. Raus aus der guten Stube und ab an den Grill - das ist die Devise der freiluftfanatischen Berliner Bevölkerung. Der würzige, herzhafte und rauchige Duft von gegrillten Köstlichkeiten ist für viele der schönste Geruch des Sommers. Doch bevor Sie dem mittlerweile als Volkssport zu bezeichnenden Grillen nachgehen, müssen einige Vorkehrungen getroffen und Regeln beachtet werden.
Solange Sie Ihre Nachbarn nicht stören, ist das Grillen auf dem Privatgrundstück grundsätzlich erlaubt. Sollte sich Ihnen diese Möglichkeit nicht bieten, greifen Sie einfach auf die zahlreichen Grill-Spots der Stadt zurück:
- Monbijoupark, Mitte
- Großer Tiergarten, Tiergarten
- Volkspark Friedrichshain
- Mauerpark/Falkplatz, Prenzlauer Berg
- Görlitzer Park, Kreuzberg
- Treptower Park
- Stadtpark Lichtenberg
Alle weiteren behördlich genehmigten Grillplätze Berlins sowie die Verhaltensregeln, finden Sie auf den Informationsseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Internet. Die Grillerlaubnis für die Flächen kann aber auch kurzfristig wieder zurückgenommen werden, weshalb Sie sich immer wieder über die Genehmigung für Ihren Lieblingsort informieren sollten. Wer auf die Idee kommt, seinen Grill an einer anderen als der ausgewiesenen Stelle aufzubauen, muss mit Verwarnungen oder Bußgeldern rechnen. Die¬se belaufen sich bei kleineren Verstößen auf bis zu 20 Euro, für das Ausheben von Grillgruben oder ähnliche Beschädigungen werden sogar Strafen bis zu 5000 Euro fällig. Bei der Wahl des geeigneten Grills scheiden sich die Geister. Doch egal ob Sie sich für einen Holzkohle-, Elektro- oder Gasgrill entscheiden, die alle ihre Vor- und Nachteile haben, achten Sie auf jeden Fall auf einen stabilen Stand. Des Weiteren gehören zum Equipment eines ambitionierten Grillers eine gute Zange, ein Bratenthermometer, ein scharfes Messer und ein paar solide Grillhandschuhe. Für das Anzünden Ihres Grills eignen sich am besten Holzspäne, Holzwolle mit Wachs, Flüssiganzünder oder spezielle Gels. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Sie zum Grillen Holz oder Kohlebriketts verwenden. Absolut ungeeignet und gefährlich hingegen sind Ölofenanzünder, Spiritus und Benzin, denn viele der jährlichen Grillunfälle sind darauf zurückzuführen.
Nun stellt sich die Frage, was kommt auf den Grill? Herzhaftes oder Süßes? Fleisch oder Fisch? Obst oder Gemüse? Auf dem Grill kann man nahezu alle Lebensmittel zubereiten, die man auch auf dem Herd verwendet. Es muss nicht immer das Steak oder die Bratwurst sein. Ebenso benötigen Sie für etwas Abwechslung auch nicht unbedingt die schwersten Rezepte und die teuersten Produkte, denn schon aus den einfachsten Zutaten lassen sich mit ein wenig Kreativität Ihrerseits schmackhafte Gerichte zubereiten. Sobald Sie mit dem Grillen fertig sind, löschen Sie sorgfältig die Glut. Dazu verwenden Sie am besten eine eigens mitgebrachte Wasserflasche. Egal wie weit die Nacht mittlerweile vorangeschritten ist, es gibt keinen Grund dafür Ihren Grillplatz unaufgeräumt zu hinterlassen. Abgekühlte Asche, Speisereste, Pappteller und Verpackungen gehören in den Müll, am besten getrennt in die Tonnen zu Hause. An den meisten Grillplätzen gibt es zwar aufgestellte Container, doch diese sind schnell voll. Offene Müllkörbe sind für den Grillabfall ungeeignet. Gerade Speisereste verlocken Krähen und Füchse, die Abfallbehälter auszuräumen.
1 EL Sambal Oelek
2 EL Honig
3 EL Essig
4 EL Olivenöl
Einfach die Zutaten in einer kleinen Schüssel verrühren und das Fleisch damit einreiben oder einpinseln. Gut einziehen lassen, am besten über Nacht. Diese Menge reicht für 4 große Hähnchenschenkel.
Feta vom Grill
600 g Schafskäse
4 TL Olivenöl
8 Scheiben Tomaten
8 entkernte Oliven
in Ringe geschnittene Zwiebeln Oregano, Thymian, Salz, Pfeffer Knoblauch- und Zwiebelpulver Chili, Paprika, Basilikum
Feta auf Alufolie legen und mit ein wenig Olivenöl beträufeln. Nun mit den Gewürzen bestreuen. Anschließend Tomaten, Zwiebelringe, in Scheibchen geschnittene Oliven auf den Feta legen und die Alufolie möglichst mit einem kleinen Luftraum verschließen. Auf dem Holz-/Kohle-Grill max. 10 Minuten backen.
Bunte Gemüsespieße
1 rote Paprikaschote
1 gelbe Paprikaschote
1 grüne Paprikaschote
1 kleine Zwiebel
8 Cherrytomaten
100g Champignons
Olivenöl, Kräuter nach Wahl Salz, Pfeffer
Das Gemüse putzen, waschen und in gleich große Stücke schneiden. Auf Holzspieße stecken. Das Öl, die Kräuter und den Pfeffer vermischen und etwas ziehen lassen. Nun die Spieße im Öl wenden und mit etwas Salz bestreuen. Bei mäßiger Hitze ca. 10-12 Minuten auf offener Flamme grillen.
Gegrillte Schweinsrippchen
1,5 kg Rippchen (Spareribs)
5 EL Sojasauce
5 EL Tomatenketchup
4 EL Ananassaft
4 EL Sherry, trocken
5 Blatt Salbei 4 EL Öl (Sesam)
Salz, Pfeffer
Die Rippchen in einer Marinade aus den gut verrührten restlichen Zutaten über Nacht ziehen lassen, über Holzkohlenfeuer grillen.
Dorade gegrillt
4 Fische (Doraden)
4 TL Olivenöl
4 Bund Rosmarin
Salz, Pfeffer
4 unbehandelte Zitronen
4 Bund Petersilie
Die gewaschene und ausgenommene Dorade von innen salzen und pfeffern, die Bauchtasche mit den Kräutern füllen (hier kann man je nach Geschmack und Vorrat sehr flexibel sein), dann vorsichtig wenig Olivenöl hineintröpfeln, so dass nichts herausläuft.
Die Zitrone halbieren und aus einer Hälfte etwas Saft pressen und mit in den Fisch geben. Die andere Hälfte in Scheiben schneiden und damit den Fisch von beiden Seiten außen belegen. Den Fisch mit den Zitronenscheiben in eine Grillzange legen und anschließend bei nicht zu großer Hitze von beiden Seiten je ca. 10 Minuten grillen.
Zum Servieren die äußeren Zitronenscheiben entfernen. Diese haben nur eine Schutzfunktion und sorgen dafür, dass der Fisch schön saftig bleibt.



