Rückschnitt von Gehölzen
Bäumen und Sträuchern wird im Herbst gern mit Astschere oder Baumsäge zu Leibe gerückt. Das Ausdünnen gibt den Pflanzen neue Kraft zum Bilden neuer Triebe im Frühling. Beim Herbstschnitt sollte möglichst nicht mehr als der diesjährige Zuwachs beschnitten werden. Wer seinen Holzvorrat zum Verfeuern auffüllen möchte, muss das Material erst trocknen damit es im nächsten Jahr gut brennt. Oft werden im Herbst auch Hecken zurückgeschnitten, so kann die Wintersonne gut in das Gehölz scheinen. Handelt es sich um Nadelgehölzer, werfen diese im Herbst kein Laub ab, das als Schutz gegen Kälte dienen kann. Hier kann man stattdessen Rindenmulch verwenden.
Zwar kann sich ein Garten in eine interessante Winterlandschaft verwandeln, schneidet man Gräser und Stauden nicht zu stark zurück. Doch kommt es bei einigen Arten zu extremer Vermehrung durch Selbstaussaat, wenn die Samenstände nicht entfernt werden. Andere Pflanzenarten könnten dadurch auch verdrängt werden. Um Samenbildung zu verhindern, sollten unter anderem folgende Pflanzen nach der Blüte zurückgeschnitten werden: Flammenblume, Königskerze, Lupine, Goldrute und Akelei.
Samenstände von Stauden können aber auch Vögeln als Nahrungsquelle dienen, wenn sie im Herbst nicht zurückgeschnitten werden, wobei es sich hier meist um Wildstauden wie zum Beispiel Hirse, Kugeldiestel oder Staudensonnenblume handelt.
Tipp für den Schutz von Hochstammrosen:
Sind die Stämme noch jung und elastisch, kann man sie bis zum Boden biegen und die Triebe mit Erde bedecken. Ältere Pflanzen sind nicht mehr so biegsam und werden daher mit Fichtenzweigen eingebunden.
Gegen Samenbildung sollten folgende Gräser und Stauden zurückgeschnitten werden:
Goldrute, Telekie, Königskerze, Rittersporn, Lupinen, Akelei, Ligularien, Flammenblume
Folgende Gehölze sollten Sie im Herbst wässern:
Fichte, Kiefer, Tanne, Eibe, Wachholder, Scheinzypresse, Lebensbaum und Zeder
Immergrüne Laubgehölze:
Efeu, Heckenkirsche, Brombeere, Pfaffenhütchen



