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Legale Droge Tee - ein natürliches Heilmittel
Als eine Wohltat für Leib und Seele empfinden viele Menschen den Genuss einer Tasse Tee. Dabei nimmt man sich nicht nur eine kleine Auszeit vom Alltag, die legale Droge kann zugleich heilende Wirkung entfalten.

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit können heilkräftige Tee-Aufgüsse Erkältungssymptome lindern und auch bei einer Vielzahl weiterer Beschwerden hilft ein Tässchen gut ausgewählter Tee.
 
Auswählen muss man in der Tat gut, denn über dreitausend Teesorten gibt es weltweit. Dabei unterscheidet man zwischen der eigentlichen Teepflanze und Teemischungen. Was wir hier in Deutschland als Tee bezeichnen, sind oft keine Tees, sondern teeähnliche Getränke. Nur aus den Blättern und Blüten der Strauchpflanzen Camellia sinensis und Camellia assamica entsteht „echter“ Tee. Und dieser wird in China bereits seit über 5000 Jahren getrunken. Weißer Tee, Grüner Tee und Schwarzer Tee stammen jeweils von einer der beiden Ur-Teepflanzen ab, die jedoch immer seltener in reiner Form zu finden sind. Zunehmend werden sie von sogenannten Hybriden verdrängt. Eine dritte, als Teepflanze anerkannte Züchtung, ist die Camellia Japonica. Inzwischen werden Tees nicht nur mit Blüten, wie zum Beispiel Jasmin, aufgewertet, meist wird künstliches Aroma hinzugefügt. Als Heilpflanze wirkt reiner Tee entgiftend und kann zudem durch das enthaltene Koffein den Stoffwechsel im Gehirn anregen und dadurch Müdigkeit und geistige Erschöpfung vertreiben.
 
Doch nicht nur Blätter vom Teestrauch füllen unsere Teebeutel, bei uns werden eher Mischungen aus Kräutern und Früchten als Heiltee getrunken.
Angesichts eines Trends zu sanften, alternativen Heilmethoden und einer damit verbundenen Wiederbelebung alter Hausmittel, lässt sich in Großmutters Kräuterapotheke eine Vielzahl an Teerezepten finden. Schonend lassen sich mit speziellen Teezubereitungen verschiedene Beschwerden einfach „wegtrinken“. Das dauert vielleicht etwas länger als zu starken Arzneimitteln zu greifen, doch setzen wir uns so intensiver mit unserem Körper auseinander und sensibilisieren unsere Körperwahrnehmung. In ihrer Herstellung und Anwendung sind Tees unkompliziert, ob aus einer Pflanze oder als Mischung. Sie können für längere Kuren verwendet werden und bieten sich auch zur äußerlichen Anwendung an, als Mundspülung, zur Waschung für Umschläge und Verbände sowie für Bäder und Inhalationen.
 
Eine als Teezubereitung bekannte und vielseitig anwendbare Heilpflanze ist die echte Kamille (Matricaria chamomilla). Von Mai bis September wächst sie in fast ganz Europa auf Feldern, Wiesen und Wegrändern. Leicht erkennt man sie an ihrem ausgeprägten, stark aromatischen Duft. Kamillentee wirkt entzündungshemmend und krampflösend zum Beispiel bei Erkältungen, Magen-Darm-Erkrankungen und Verdauungsbeschwerden. Beim Inhalieren mit Kamille sollte man vorsichtig sein, denn sie kann unter Umständen die Augen reizen. Äußerlich angewandt, als Badezusatz oder Mundspülung, wirkt Kamille wunder. Inzwischen ist die antibakterielle Wirkung der Pflanze von der modernen Arzneipflanzenforschung wissenschaftlich nachgewiesen worden. Das ätherische Öl der Kamille wirkt entzündungshemmend, krampflösend sowie bakterien- und pilzabtötend. Darüber hinaus enthalten Kamillenblüten Flavonoide und Schleimstoffe mit den genannten Wirkungen.
 
Damit die heilenden Kräutermischungen voll ihre Wirkung entfalten können, gilt bei der Zubereitung eine Grundregel: Wurzeln und härtere Pflanzenteile setzt man mit kaltem Wasser an und bringt sie anschließend zum Kochen. Die Pflanzenteile bleiben acht Minuten im Wasser. Blüten und Blätter sollten hingegen lediglich mit siedendem Wasser übergossen und nicht gekocht werden, ansonsten würden sie wertvolle Inhaltsstoffe verlieren. Blüten und Blätter sollten zehn Minuten ziehen. Nachdem Sie den Tee durch ein Sieb abgegossen haben, können Sie ihn je nach Anordnung zu sich nehmen. Probieren Sie doch selbst einmal eines unserer Teerezepte aus. Wir haben für Sie Teemischungen bei Magenbeschwerden, Husten und bei Wechseljahrsbeschwerden zusammengestellt (siehe Kasten).
 
Bedenken Sie beim Kauf einer Teemischung oder Ihrer Zutaten, dass es zwischen den Angeboten in Supermärkten, Teeläden und Apotheken große Qualitätsunterschiede gibt. In Apotheken erhalten Sie neben umfassender Beratung auch die Möglichkeit, sich Zutaten für individuelle Teemischungen zusammenzustellen.

Buchholzer Apotheke
empfohlene Teerezepturen
Magen- und Darmtee
Jeweils 20 Gramm
Anis
Fenchel
Kümmel
Kamille
Pfefferminze

Diese Teemischung hilft bei Blähungen, Magen-Darmkrämpfen, Durchfall

Husten- und Bronchialtee
Jeweils 25 Gramm
Bitterer Fenchel
Spitzwegerichkraut
Süßholzwurzel
Thymian

Eine gute Mischung gegen Bronchitis oder zur Reizlinderung bei trockenem Husten.

Teemischung bei Wechseljahresbeschwerden
Jeweils 20 Gramm
Brennnessel
Melisse
Rothklee (bei Bedarf)
Johanniskraut
Traubensilberkerze
Salbei

Diese Mischung hilft bei Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Hitzewallungen, Schwitzen

Zubereitung für alle drei Rezepte:
1 Teelöffel mit siedendem Wasser (etwa 150 ml) übergießen, 10 Minuten bedeckt ziehen lassen, dann abseihen, 2-3 Mal täglich trinken

Tee bei Eisenmangelanemie
(zusätzlich zur ärztlichen Behandlung)
- 50 Gramm Brennnesselkraut
- 25 Gramm Löwenzahnwurzel- und kraut
- 35 Gramm Schafgarbenkraut

Zubereitung
Einen Teelöffel der Mischung mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Über vier bis sechs Wochen mehrmals täglich eine Tasse trinken, allerdings nicht zu den Mahlzeiten!
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