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Neue HU: Alles Elektro
Sicherheit ist oberste Prämisse im Straßenverkehr. Deshalb sollten auch alle, die daran teilnehmen, auf ihre eigene und die Sicherheit ihres Fortbewegungsmittels bedacht sein. Für Kraftfahrzeuge ruft alle 12 oder 24 Monate TÜV, DEKRA, GTS oder eine andere anerkannte Prüforganisation zur Hauptuntersuchung, so schreibt es der Gesetzgeber vor.

Wann genau es wieder so weit ist, können Fahrzeughalter an der am hinteren Nummernschild befestigten, runden Plakette ablesen, die Monat und Jahr der nächsten Durchsicht anzeigt. Nur wenn das Fahrzeug nach dem Sicherheits-Check als weiterhin straßentauglich erklärt worden ist, bekommt es eine neue Prüfplakette.

Vor drei Jahren, am 1. April 2006, wurde eine Novellierung der Fahrzeug-Hauptuntersuchung beschlossen. Neben der schrittweisen Zusammenführung von Abgasuntersuchung und Haupt¬untersuchung beinhaltet diese auch die Prüfung der für die Sicherheit des Fahrzeugs relevanten Elektronik.

Fortan sollten also Systeme wie ABS, ESP und Airbag mit begutachtet werden. Denn für Fahrzeughalter besteht die Pflicht, anfänglich eingebaute elektronische Systeme funktionstüchtig zu halten. In diesem Jahr kommen die ersten dreijährigen Fahrzeuge zur Durchsicht, bei denen die Elektronik mit überprüft wird.

Die Untersuchung ist zwar nicht teurer als bisher, doch die Beseitigung eventueller Mängel kann finanziell aufwändig werden. Wenn nach einem Unfall der Fahrerairbag beispielsweise nicht wieder fachgerecht erneuert worden ist, können die Kosten zwischen 600 und 1000 Euro betragen. Und das ohne die Vergütung des Einbaus zu berücksichtigen.

Im Einzelnen untersucht werden die gesamte Bremsanlage und ABS, Fahrdynamikregler (wie das Antischleuderprogramm ESP), Lenkanlage, Scheinwerfer und Leuchten, Geschwindigkeitsbegrenzer. Auch Sicherheitsgurte und andere Rückhaltesysteme sowie Airbags werden unter die Lupe genommen.

Die Instandsetzung fehlerhafter elektronischer Systeme ist etwas anderes als ein Reifenwechsel. Private Reparatur-Eingriffe oder Installationen sind nicht ratsam. Wird dann bei der Hauptuntersuchung ein Mangel festgestellt, hilft häufig nur der teure Austausch des Gerätes.

Die TÜV-Rheinland Prüfstellen in Berlin setzen nach eigenen Angaben auch für denjenigen Teil der Hauptuntersuchung, der die Elektronik betrifft, kleine Computer, so genannte PDAs ein. Die Elektronik wird am Auto selbst überprüft: Entweder die Kontrolllämpchen leuchten, oder eben nicht.