Das Prinzip Grau-Gelb-Blau-Braun hat sich durchgesetzt – Abfälle werden getrennt entsorgt. Die Party ist vorbei. Leere Pralinenschachteln, Wein- und Bierflaschen und volle Aschenbecher stehen auf dem Tisch, zerknüllte Chips-Tüten liegen herum. Die hart gewordenen Brötchen müssen ebenso weg, wie die Scherben des Spiegels und der schnarrende CD-Player. Leider ist ein Stuhl zusammengebrochen und der Teppich ist hinüber. Schade, dass die Kopfschmerztabletten überlagert sind...
Die alten Arzneimittel nimmt die Apotheke zurück, allerdings freiwillig. Eine sichere Annahmeadresse ist eine der sechs Schadstoffsammelstellen der BSR, in denen Sonderabfälle wie Arzneimittel, Farbreste, technische Öle, Autobatterien und auch Leuchtstoff- und Energiesparlampen entgegengenommen werden. Die BSR kümmert sich auch um die Trümmer des Stuhls und den alten Teppich - sie sind Sperrmüll. Ihre Annahme ist auf allen 15 Recyclinghöfen bis zu einer Menge von zwei m³ kostenlos. Auch der alte CD-Player samt CDs ist dort richtig, denn Elektronik- und Elektroschrott aller Art gehört nicht in die Restmülltonne. Die CDs selbst, werden als verarbeiteter Wertstoff in der Autoindustrie, zum Beispiel in Armaturen, wiederverwendet.
Die Restmülltonne ist groß, grau und vorgesehen für den zerschlagenen Spiegel, die Scherben der Weingläser und Kaffeetassen, den vollen Staubsaugerbeutel, Lumpen, Hygieneartikel, und die Zigarettenkippen.
Die alten Brötchen nimmt die BIOGUT-Tonne auf, wie auch alle Obst- und Gemüsereste, Eierschalen, Teebeutel und Kaffeesatz im Filter - auch das Papier ist kompostierbar - unter dem braunen Deckel verschwinden können, samt der Blumen des Abends, wenn sie vertrocknet sind. Selbst Fleisch- und Wurstreste können, anders als auf einem Kompost im eigenen Garten, hier entsorgt werden. Alle Bioabfälle sollten jedoch in Zeitungspapier oder Ähnliches eingewickelt werden, so wird Feuchtigkeit gebunden und Maden haben keinen Nährboden.
Für Papier steht die Blaue Tonne bereit. Verpackungspapier und Kartons, Zeitungen und Broschüren werden bei der Herstellung von Papier als Rohstoff wiederverwertet. Papier aber ist nicht gleich Papier. Wachs- und Fotopapier oder auch beschichtete Menü-Pappen sind wieder in der Restmüll-Tonne gut aufgehoben, sofern sie nicht den grünen Punkt tragen.
Die Chips-Folientüten finden Platz in der Gelben Tonne. Sie ist Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder beschichteter Pappe vorbehalten. Tetrapaks sind ebenso zum Recycling vorgesehen, wie Konservendosen, Plastikverpackungen oder auch Reinigungsmittelflaschen - sofern sie nicht aus Glas bestehen. Für Einwegflaschen- und Konservengläser stehen Glas-Sammelcontainer bereit, so werden auch die Weinflaschen nach Farben getrennt hier eingeworfen. Die Bier- und Limonadenflaschen finden schließlich ihren Weg zurück in den Supermarkt. Das Pfandgeld wird erstattet und reicht vielleicht für die nächste Party.



