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Grund ins Haus bringen
In Sachen Bodenbelag hat man heute die große Wahl. Waren Böden früher hauptsächlich aus Stein oder Holzdielen und später mit Linoleum versehen, dürfen Sie sich heute zwischen zahlreichen Belägen in verschiedenen Dekors entscheiden. Wir stellen Ihnen Parkett und Laminat, Linoleum und Kork einmal näher vor. Gut aussehen tun sie alle und sind obendrein noch strapazierfähig.

Parkett und Laminat
Sehr beliebt ist Laminat, eine Schichtung aus Holzfaserplatte, imprägniertem Dekorpapier und Kunstharz an der Oberfläche. Die Bodenplatten sehen Echtholz zum Verwechseln ähnlich, kosten aber viel weniger. Inzwischen sind viele verschiedene Dekors im Handel erhältlich, von hochglänzend bis rustikal. Neben einer Auswahl an verschiedenen Dekors differenziert man beim Laminat auch bezüglich Beanspruchungs- oder Nutzungsklassen. Für intensiv genutzte Räume ist dies besonders wichtig, orientieren können Sie sich an der Kennzahl 23, die für starke Beanspruchung steht, während die Kennzahl 21 mäßige Beanspruchung kennzeichnet.

LaminatLaminatpaneele lassen sich mit dem Klicksystem leicht verlegen. Für den Einbau von Fußbodenheizungen ist Laminat prima geeignet, denn es dämmt Wärme nicht gut. Das wiederum ist ein Nachteil, wenn man keine Fußbodenheizung einbaut. Ein weiterer Nachteil von Laminat ist die elektrostatische Aufladung.

Parkett ist aus echtem Holz gefertigt, fußwarm und lädt sich nicht so sehr elektrostatisch auf wie Laminat, lässt sich aber genauso leicht verlegen. Immer beliebter wird Parkett sogar im Bad. Auch hier lässt es sich problemlos verlegen, es darf aber auf keinen Fall Wasser unter das Parkett gelangen. Für Küche und Bad ist daher spezielles Feuchtraumparkett im Handel erhältlich.

In Sachen Dekor sind für Parkett und Laminat im Moment dunkle Farben, besonders dunkle Brauntöne, aber auf der anderen Seite auch ganz helle, weiße Töne besonders angesagt. Und um das schöne Dekor nicht zu zerkratzen, sollten Sie, trotz aller Strapazierfähigkeit von Parkett und Laminat, unter Tisch- und Stuhlbeine kleine Filzunterlagen anbringen.

Linoleum und Kork
Natürliche Bodenbeläge liegen voll im Trend, so hat auch das gute alte Linoleum eine Renaissance erlebt. Mit der Einführung von PVC-Belägen in den 60er Jahren, war es zunehmend von den Fußböden verschwunden.
Der Name Linoleum leitet sich vom lateinsichen „linum" (Lein) und „oleum" (Öl) ab, was darauf zurückzuführen ist, dass neben Holzmehl, Harzen, Kalksteinmehl und Jutegewebe Leinöl den wichtigsten Grundstoff für den Bodenbelag darstellt.

LinoleumLinoleum ist sehr langlebig und hat außerdem die positiven Eigenschaften, schalldämmend, bei guter Versiegelung wasserabweisend und flammhemmend zu sein. Im Handel ist der Bodenbelag in Bahnen oder in Form von Platten erhältlich.

Ein ökologischer Bodenbelag ist auch Kork. Er wird aus der Rinde der lebenden Korkeiche gewonnen. Wie das Linoleum ist Korkboden sehr strapazierfähig und schalldämmend und überdies wärmedämmend und sehr pflegeleicht. Durch seine Rutschfestigkeit eignet er sich auch fürs Badezimmer. Dazu muss er allerdings wasserdicht, also gut versiegelt sein. Kork kann man im Handel in Form von Platten, Fliesen und Parkett kaufen, die Oberflächen reichen von gewachst oder matt bis glänzend.

KorkbodenKorkböden und auch Linoleum reinigt man, so weit es geht, am besten mit Besen und Staubsauger und verwendet, wenn man Wischen muss, nur wenig Wasser. Auch Parkett und Laminat reinigt man besser nicht zu nass. Alkalische Reiniger (Bodenseife) sind für Linoleum ungeeignet, da sie mit dem Bindemittel reagieren und dadurch einen unangenehmen Geruch erzeugen. Vielleicht erinnern Sie sich ja noch an den strengen Bohnerwachsgeruch früherer Tage.

Ein großer Vorteil und Grund für die Beliebtheit von natürlichen Bodenbelägen wie Kork- und Linoleumböden ist, dass sie hypoallergen, also für Allergiker bestens geeignet sind.