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Aquafitness – Effektiver trainieren im Wasser
Das moderne Fitnesstraining im Wasser hat nur noch wenig mit klassischer Wassergymnastik gemein. Aquafitness enthält Elemente von Pilates und Aerobic. Es existieren vielfältige Varianten, die in Kursen trainiert werden. So etwa Aquajogging, Aqua-Cycling (Fahrradfahren im Wasser) oder Aqua-Boxing. Für jede Altersstufe, egal ob Frau oder Mann, gibt es entsprechende Angebote auf unterschiedlichen Leistungsniveaus.

„Wir sind eine Gruppe von circa 15 Leuten, vor dem Training machen wir Erwärmungsübungen, beispielsweise das Wasser abwechselnd mit der Handfläche oder mit dem Handrücken verdrängen.", erzählt Carlotta Hinz aus Berlin, die regelmäßig zur Aquafitness geht.

Trainiert werden kann im flachen Wasser, das heißt in einer Tiefe von 1,20 m bis 1,30 m, oder im tiefen Wasser, wobei dann kein Kontakt zum Boden mehr besteht.

Zahlreiche Geräte stehen den Aquatrainierenden zur Verfügung. Auftriebsgeräte, wie der Aquajogging-Gürtel oder die so genannte Poolnudel, bestehen aus PE-Schaum. Dieses Material verstärkt die Auftriebswirkung des Wassers und lässt die Trainierenden im Wasser schweben. Widerstandsgeräte, wie Scheiben oder Schwimmbretter, erschweren das Training im Wasser durch einen zusätzlichen Widerstand.

Wieso Aquafitness? Temperatur, Druck, Auftrieb - die Bedingungen im Wasser sind einfach ganz andere als an Land. Beim Training im Wasser macht man sich dessen positive physikalische Eigenschaften zunutze. Der Körper wiegt im Wasser nur noch 10 Prozent seines Eigengewichts, das entlastet die Gelenke und erschwert die Balance. Vier bis fünfzehn Mal höher ist der Widerstand im Wasser, so können Muskelkraft und Ausdauer optimal geschult werden.

Höherer Druck und geringere Leitfähigkeit des Wassers haben auch positive Auswirkungen auf die Organe. Die Herzfrequenz beispielsweise wird um 6-10 Schläge pro Minute reduziert. Obendrein wird durch den erhöhten Druck im Wasser und die permanente Bewegung die Haut massiert. Besonders bei Frauen mit schwachem Bindegewebe wirkt sich das positiv auf die Haut aus.

„Nach dem Training fühle ich mich topfit, meine Ausdauer und mein Wohlbefinden haben sich verbessert, allgemein bin ich belastbarer.", meint Carlotta Hinz.

Wer kann Aquafitness betreiben? Solange keine akuten inneren oder neurologischen Erkrankungen bestehen, kann jeder im Wasser trainieren. Bei Bluthochdruck und Herzbeschwerden sollte man vorsichtig sein und vorher ärztlichen Rat einholen. Aquafitness schont die Gelenke, so können selbst Menschen mit Knie-, Hüft- oder Rückenbeschwerden am Training teilnehmen. Aquafitness-Kurse werden von allen Krankenkassen anerkannt und mit 80 Prozent der Kursgebühr bezuschusst. Somit sind sie nicht nur interessant für jung und alt, sondern auch finanzierbar.