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Wenn die Nieren nicht mehr arbeiten
Gesunde Nieren reinigen das Blut, indem sie überschüssige Flüssigkeit, Stoffwechselendprodukte und Mineralstoffe heraus¬filtern. Sie bilden außerdem Hormone, die dem Erhalt der Knochenfestigkeit sowie der Blutbildung dienen.

Wenn die Nieren nicht mehr ausreichend funktionieren, sammeln sich schädliche Stoffwechselendprodukte im Körper an, es kann zu Blutdruckanstieg, Flüssigkeitseinlagerungen und mangelnder Produktion von roten Blutkörperchen kommen.

Die Wahrscheinlichkeit an Nierenversagen zu erkranken, steigt mit dem Lebensalter. Männer erkranken etwas häufiger als Frauen. In Deutschland gibt es derzeit etwa 60.000 Dialysepatienten. Die meisten von ihnen sind über 60 Jahre alt. Aber auch jüngere Menschen und sogar Kinder müssen sich Dialysebehandlungen unterziehen. Bei Patienten mit fortgeschrittenem und dauerhaften Nierenversagen kommt eine Nierenersatztherapie oder eventuell sogar eine Nierentransplantation in Frage.

Bei der Nierenersatztherapie übernehmen die Hämodialyse (Blutwäsche) oder die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) die Aufgaben der ausgefallenen Nieren. Die Hämodialyse ist die am meisten angewandte Methode. Die Entscheidung, eine Dialysebehandlung einzuleiten, wird auf Grundlage der Nierenwerte im Blut und der klinischen Symptome getroffen. Die Dialysebehandlung hilft Menschen, deren eigene Nieren nicht mehr ausreichend arbeiten, zu überleben. Ohne dieses Verfahren würden die Betroffenen nach etwa einer Woche an einer inneren Vergiftung sterben.

Viele Dialysepatienten warten auf eine Nierentransplantation. Leider sind wesentlich mehr Patienten für eine Transplantation angemeldet, als Spendernieren zur Verfügung stehen, sodass die Wartezeit ein paar Jahre betragen kann. Mit einer „neuen" Niere ist dann allerdings keine Dialyse mehr notwendig.

Dass man als Dialysepatient ein relativ normales Leben führen kann, zeigt das Beispiel des 41jährigen Volker Blum (Foto), der aufgrund einer Niereninsuffizienz seit vier Jahren dialysepflichtig ist. Mit 10 kg auf dem Rücken überquerte er in circa 35 Tagen zu Fuß die Alpen, vom Marienplatz in München bis zum Markusplatz in Venedig. Er überwand eine Distanz von 550 km und etwa 20.000 Höhenmetern. Wie er das bewältigt hat, erzählt Volker Blum in seinem Vortrag beim Tag der offenen Tür im Alwall-Haus in Berlin-Buch.