Im zweiten Teil des kulinarischen Giro d´Italia besuchen wir die Küchen rund um unsere Lieblingsregion, die Toskana. Geografisch daneben liegt die Emilia Romagna, das ultimative Nudelparadies. Selbstverständlich hat hier jeder seine eigene traditionelle Pastaform. Weitere kulinarische „Berühmtheiten" sind der Parmaschinken, die beste Mortadella, der Lambrusco und die deftigen Schmorbraten der Küchen um Ferrara.
Ausgewogen, einfach, doch mit hohem Anspruch, präsentiert sich die Küche der Toskana. Olivenöl und Rosmarin sind ständige Begleiter der gewürzten Fleischspieße oder des bekannten „Bistecca alla fiorentina. Die Suppe in einer einfachen Tonschale unterstreicht die Landküche und die Liebe zum traditionellen Kochen.
Umbriens Küche geht mit den Jahreszeiten. Im Frühjahr und Sommer dominieren die Gemüsegerichte, im Herbst und Winter ist Jagdsaison für rustikale Speisen mit Wildschwein und schwarzen Trüffeln. Der Umgang mit den Delikatessen der Region ist hier selbstverständlich und alltäglich.
Marken, zwischen Adria und Apennin, zeigt eine aufwendige und raffinierte Küche mit bodenständigen Wurzeln. Die Nähe zum Meer bringt vielseitige Fischgerichte hervor, auch die Gourmets für fleischige Speisen werden mit Spanferkel, Wildschweinschinken und üppigen Fleischspießen verwöhnt.
Rom und das Latium lassen sich kulinarisch nicht miteinander vergleichen. Die Gastronomie in der Hauptstadt bleibt weiterhin im Bann der Gastlichkeit der Antike. Daneben bietet die Küche der Region Deftiges aus Metzgereien sowie raffinierte jüdische Spezialitäten. Die Römer selbst pflegen seit 2000 Jahren eine „Rund-um-Außerhaus-Versorgung". Gekocht wird eher selten. Schon der morgendliche Espresso wird in der Bar des Vertrauens, gleich um die Ecke, eingenommen.
Der rote Peperoncino (diavolino genannt) ist eine regionale Spezialität in Abruzzen und Molise. Alle Speisen, außer das Dessert, bekommen etwas von der Schärfe der kleinen Frucht zu spüren. Da die Winter sehr frostig sind, hilft man sich mit pfeffrigen Speisen. Die Küche der Abruzzen ist bodenständig, durch traditionelle Produkte der Gegend geprägt. Lammfleisch und würziger Käse, gepaart mit Pasta, bilden eine solide Basis für schmackhafte Gerichte.
Auch im Kochstudio von cookingberlin wird eine alte Tradition der Abruzzen gepflegt: die Herstellung von frischer Pasta auf der Chitarra, einer einfachen „Nudelmaschine", deren Erfinder heute nicht mehr bekannt ist. Also schauen Sie mal rein und machen ihre eigen Pasta bei einem Kochkurs. Nähere Infos unter www.cookingberlin.de oder Tel. 030/47908047.
Teil 2 (Italiens kulinarische Mitte) aus der Veranstaltungsreihe ESSEN&KULTUR bei cookingberlin



