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Der Trauer Zeit geben
Die erste Zeit nach dem Tod eines geliebten Menschen wird von vielen Hinterbliebenen als unwirklich erfahren. Die Tragweite des Verlustes macht sich auch deshalb erst nach einiger Zeit bemerkbar, weil es zunächst viele Dinge zu organisieren gibt. Doch jeder trauert anders.

Während vielen die Geschäftigkeit des Planens der Beerdigung und Trauerfeier, der Wahl eines angemessenen Anzeigentextes und die vielen Formalitäten hilft, den ersten Schock zu überwinden, haben andere große Schwierigkeiten das alles zu bewältigen. Diesen wird empfohlen, sich nicht von ihrem Umfeld abzuwenden, sondern sich im Gegenteil Hilfe zu holen. Wenn die Anstrengung einer Beerdigung erst einmal vorüber ist, setzt für viele die eigentliche Trauer ein. Freunde und Verwandte sind abgereist, die Konfrontation mit dem Verlust des geliebten Menschen beherrscht den Alltag.

Von der Außenwelt wird den Trauernden nach dem Verlust eines Angehörigen meist eine gewisse Zeit zugestanden, dann sollte ihr normales Leben weitergehen. Trauer aber ist ein Prozess, der dabei hilft, den Verlust zu verarbeiten. Er kann unterschiedlich lange andauern und auf ganz verschiedene Art und Weise ablaufen. Einige psychologische Reaktionen ähneln sich jedoch bei vielen Trauernden.

So wird der Tod eines nahestehenden Menschen zunächst als Schock erfahren, die Zurückge­bliebenen wollen den Verlust nicht wahrhaben, können nicht glauben, was geschehen ist. Daraufhin folgt eine depressive Phase, in der alles sinnlos erscheint und Zukunftsängste auftreten können. Hinzu kommen ein Gefühl von Verlassenheit und sehr häufig auch Schuldgefühle und Wut. Starker seelischer Schmerz kann sich körperlich äußern, Trauernde nehmen oft stark ab, leiden unter Schlafstörungen und können sich schwer auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Ist diese stark emotionale Phase vorüber, beginnen Trauernde durch langsames Akzeptieren der Gegenwart wieder nach vorn zu blicken und setzen sich selbst in neuen Bezug zum Leben.

In Wirklichkeit stellt sich die Überwindung der Trauer weitaus komplexer dar. Von Psychologen aufgestellte Phasenmodelle lassen sich nicht eins zu eins übertragen, häufig laufen Trauerphasen nicht chronologisch ab oder verschmelzen miteinander. Trauernde haben zudem die Möglichkeit der Ablenkung, was eine Verarbeitung des Verlustes verzögert oder verhindert. Gerade für jüngere Menschen ist es häufig schwierig, sich mit Tod und Trauer auseinanderzusetzen und den Verlust einer geliebten Person zu verarbeiten. Beratungsstellen und Vereine können dabei weiterhelfen. In Berlin kümmert sich zum Beispiel der Verein ­TrauerZeit um trauernde Familien und Kinder.

Viele Menschen möchten eine Traueranzeige aufgeben, die nicht nur einmalig in einer Zeitig erscheint, sondern für längere Zeit an den Verstorbenen erinnert. Im Internet bieten zahlreiche Erinnerungsportale dazu die Möglichkeit.

www.unvergessen.de
www.trauer.de
www.den-tod-anzeigen.de