Egal, ob man im Rahmen eines Studiums oder zum Einstieg in die Berufswelt ein Auslandspraktikum absolvieren möchte, wichtig ist die rechtzeitige Planung. Am Anfang steht die Suche nach einer geeigneten Praktikumsstelle. Angebote finden sich unter anderem auf Praktikumsbörsen im Internet, wie beispielsweise auf Karriere.de oder Praktika.de. Hier kann man gezielt nach Angeboten aus den verschiedenen Ländern suchen. Doch meist ist es ohne Studentenstatus in vielen Ländern schwierig, überhaupt ein Praktikum zu machen, da dort Praktika oft nur im Rahmen eines Studiums oder einer Ausbildung
möglich sind. Dennoch, es existieren durchaus auch andere Möglichkeiten, an einen Praktikumsplatz im Ausland zu gelangen.
Zum einen kann man sich an spezielle Vermittlungsagenturen wenden. Um hinterher nicht enttäuscht zu sein, weil das Praktikum nicht den Vorstellungen entsprochen hat, sollte man sich vorab unbedingt die Erfahrungsberichte von ehemaligen Praktikanten kritisch durchlesen und sich generell über die Agenturleistungen informieren. Auch kann man anhand der Präsentation der Agentur und daran, wie lange sie schon am Markt tätig ist, viel über die Qualität der Leistung erfahren.
Seriöse Unternehmen senden dafür gern kostenloses Informationsmaterial. Des Weiteren vermitteln auch bestimmte Organisationen, die keinerlei finanzielle Interessen verfolgen, bestimmte Praktikumsstellen im Ausland und leisten teilweise finanzielle Unterstützung in Form von Stipendien. Hierbei ist es wichtig, sich so früh wie möglich zu bewerben, da meist nur eine geringe Anzahl an Plätzen vorhanden ist und sich somit ein Auswahlverfahren über mehrere Monate hinziehen kann.
Ebenso kann man sich selbst auf die Suche nach einem geeigneten Praktikum im Ausland begeben und sich dort direkt bei den entsprechenden Firmen bewerben. Jedoch gibt es nur wenige Unternehmen, die Praktikumsstellen direkt ausschreiben und klare Praktikumsinhalte und Konditionen angeben, weshalb die Konkurrenz meist sehr groß ist. Natürlich kann man auch Initiativbewerbungen an Firmen richten. Denn nicht selten werden Praktikumsstellen nicht ausgeschrieben um einen Überfluss an Bewerbungen, die bearbeitet werden müssen, zu vermeiden.
Für eine Bewerbung als Praktikant in einem ausländischen Unternehmen gelten meist dieselben formalen Regeln wie hierzulande: Ein allgemeiner Lebenslauf, ein entsprechendes Zeugnis und ein persönliches Anschreiben in der jeweiligen Landessprache sind notwendige Unterlagen. Da in vielen EU-Ländern gesetzliche Mindestlöhne vorgeschrieben sind, gelten Praktikanten als Arbeitskräfte und sollten sprachliche und berufliche Vorkenntnisse besitzen. Daher bietet es sich an, vorab einen Sprachkurs zu absolvieren. Die Praktikumsdauer richtet sich nach dem Betrieb und kann von einem Monat bis hin zu einem halben Jahr reichen. Wer nicht durch entsprechende Vermittleragenturen oder die Firma an eine Unterkunft gelangt, muss sich selbst ein Zimmer organisieren. Möglichkeiten bieten beispielsweise Studentenwohnheime oder Wohngemeinschaften.



