Das hochauflösende Fernsehen setzt sich weiter durch: Nun sind auch die Programme von ARD, ZDF und Arte über Kabel in „High Definition Television“-Qualität zu empfangen. Bei der HDTV-Technik sind die Fernsehbilder aus mehr einzelnen Bildpunkten zusammengesetzt. Das Bild ist dadurch schärfer und detailgenauer. Auch der Ton hat eine höhere Qualität und ist mit dem Raumklang von DVDs vergleichbar.
RTL und Vox waren bereits seit dem vergangenen Jahr im neuen Format zu empfangen, nun sind über die Netze von Kabel Deutschland auch „Das Erste HD", „ZDF HD" und „Arte HD" zu sehen - unverschlüsselt und ohne gesonderte Kosten. Verschlüsselt und damit nicht ganz gratis ausgestrahlt werden dagegen Sat.1 und ProSieben, RTL, Kabel Eins und Vox: Hier ermöglicht eine sogenannte Entschlüsselungskarte das Zuschauen kostenlos für ein Jahr - dann sollen Jahres-Abos 50 Euro kosten.
Zum Null-Tarif kommen die öffentlich-rechtlichen Sendungen allerdings auch nicht zum Zuschauer ins Wohnzimmer, denn Voraussetzung sind HD-taugliche Receiver und natürlich HD-Fernseher. Der klassische Fernsehapparat macht HDTV nicht sichtbar. Neue LCD- oder Plasmabildschirm-Geräte sind dafür geeignet. Zu erkennen ist das an den Logos „HDTV" und „HD ready". Aber nur die mit „HDTV" gekennzeichneten Apparate bieten den vollen Komfort, denn bei mit „HD ready" gekennzeichneten Modellen ist eine zwischen Fernsehapparat und Kabelanschluss oder Satellitenschüssel vorgeschaltete sogenannte Set-Top-Box notwendig.
In einige Empfangsgeräte ist eine Festplatte, auf der gewünschte Programme aufgezeichnet werden können, bereits eingebaut. Sie sind deutlich teurer als die einfachen reinen Empfangs-Modelle, die bereits ab etwa 100 Euro im Handel erhältlich sind.
Die neue Technik wird weiter an Bedeutung gewinnen, die Verbraucher orientieren sich deutlich in Richtung der neuen Geräte. Der Branchenverband BITKOM prognostizierte im Januar ein Wachstum beim Verkauf von Flachbild-Fernsehern von fast fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut einer Erhebung des Marktforschungsinstitutes EITO würden 2010 in Deutschland voraussichtlich 8,2 Millionen Geräte verkauft.



