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Chippflicht für Berliner Hunde
Ein Hundegesetz verpflichtet Berliner Hundehalter seit ­ 1. Januar 2010 dazu, ihren tierischen Freund durch das Tragen eines Chips unter der Haut digital erfassen zu lassen.

Bereits seit 2004 gibt es in Berlin Bestimmungen zur Kennzeichnung von Tieren mittels Mikrochip. So müssen alle nach dem 1. Januar 2005 neu angeschafften Hunde die Chips tragen. Für alle Hunde, die vor diesem Zeitpunkt angeschafft wurden, galt eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2010. Das heißt, seitdem muss jeder Hund in Berlin gechippt sein. Ziel dieser Regelung ist es, einen größeren Schutz der Tiere zu ermöglichen. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Hunde ausgesetzt. Bei gekennzeichneten Tieren könnten sich die Besitzer nicht so verantwortungslos verhalten. Maßgebend für Hundehalter sind die Absätze 5 und 6 in Paragraph 1 des Berliner Hundegesetzes. Demnach müssen Hunde gemäß Iso-Norm mit einem fälschungs­sicheren Chip gekennzeichnet werden. Tierschützer weisen darauf hin, dass Verstöße mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden könnten.
Zudem verlangt der Gesetzgeber seit dem 1. Januar ausnahmslos, Hunde gegen Personen- oder Sachschäden haftpflichtversichern zu lassen. Die Mindest­deckungssumme muss eine Million Euro pro Versicherungsfall betragen.

Mit der kostenlosen Registrierung beim Haustierzentralregister von TASSO e.V. sind viele Leistungen verbunden, die dem Tier das Leben retten können, sollte es einmal verloren gehen. Entgegen vieler Meinungen ist das Chippen für den Hund nicht schmerzhafter als eine Impfung, da die Kanüle zwar recht groß ist, aber so scharf, dass der Hund den Einstich nicht merkt. Der Mikrochip wird auf der linken Halsseite platziert und dient als Voraussetzung für den Heimtierausweis.

Nur mit diesem Ausweis ist es möglich, ins europäische Ausland einzureisen. Während in Berlin alle Hunde gechippt werden müssen, betrifft es in Brandenburg alle Rassen ab einer Widerristhöhe von 40 Zentimetern oder ab 20 Kilogramm Körpergewicht. Die genauen Kosten der Registrierung sind beim Tierarzt zu erfragen und liegen bei ungefähr 30 Euro.