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Eine Kur für Ihren Rasen
Im Frühling kann es vorkommen, dass Ihr Rasen ziemlich miserabel aussieht. An den Stellen, wo Laub lag oder die Schneedecke betreten wurde, können braune Flecken in der Rasendecke entstehen. Häufig wirkt der Rasen durch braun gewordene Halmspitzen struppig, wenn er im Herbst nicht mehr gemäht wurde. Schon Ende März können Sie mit dem ersten Mäheinsatz zur Tat schreiten.

Rasen in schattigen Bereichen hat häufig mit Moospolstern zu kämpfen, diese lassen sich mit im Fachhandel erhältlichem Eisensulfat entfernen. Es stirbt, nachdem es mit der Lösung gegossen wurde, ab, und kann dann mit einer Harke leicht entfernt werden. Auch ein Vertikutiergerät eignet sich gut, um den Rasen zu durchkämmen und so das Moos zu entfernen. Dabei werden gleichzeitig auch Unkräuter mit beseitigt. Die Geräte muss man nicht unbedingt kaufen, sie können in Gartencentern auch ausgeliehen werden. Achten Sie darauf, dass ein Auffangkorb vorhanden ist, so ersparen Sie sich Arbeit. Es empfiehlt sich, die Rasenfläche mehrfach zu vertikutieren, in verschiedene Richtungen.

Mineralischer Volldünger hilft dem Rasen danach schnell wieder, saftig grün zu wachsen. Mit Depotdünger dagegen stehen dem Rasen die Nährstoffe für einen längeren Zeitraum zur Verfügung. An kahlen Stellen sollte nachgesät werden. Wichtig ist es, den Boden nach der Aussaat ständig feucht zu halten. Wem das zu lange dauert, kann seinen Rasen auch mit Rasenoden oder mit Rollrasen ausbessern.

Rasen sollte regelmäßig gekalkt werden, da er leicht ausgewaschen wird. Kalk wirkt gemeinsam mit der Düngung, er unterstützt die Verfügbarkeit der Nährstoffe. Das Bodenleben wird angeregt und die Krümelstruktur verbessert sich. Kalk fördert auch die Bewurzelung und begüns­tigt feste Zellwände der Pflanzen. Ihr Wasserhaushalt wird durch Kalk und Kalium reguliert. Um die Streumengen exakt dosieren zu können, verwenden Sie am besten einen Düngerstreuer. Abhängig von der Bodenart benötigen Sie ungefähr 50 bis 100 Gramm kohlensauren Kalk oder Hüttenkalk. Alle drei bis vier Jahre können Sie im Frühjahr eine Bodenuntersuchung in ihrem Garten durchführen. So wird deutlich, was Ihrem Rasen fehlt, und es hilft, eine Unter- oder auch eine Überversorgung mit Nährstoffen zu vermeiden.