Zunehmend sorgen falsche Essgewohnheiten von Kindern für Übergewicht und langfristig schwerwiegende, gesundheitliche Probleme. In Zeiten von Fast Food, Convenience-Produkten und Tiefkühlkost, haben viele Kinder den Bezug zu naturbelassenen Lebensmitteln und zur Nahrungszubereitung verloren. Daher ist es wichtig, gerade die Jüngsten für gesunde und richtige Ernährung zu sensibilisieren. Das gelingt nur, indem die Kinder selbst praktische Erfahrungen im Umgang mit Lebensmitteln sammeln. Zwar sind Kinder mit drei Jahren noch keine große Hilfe in der Küche, jedoch findet man in ihnen überaus interessierte Teilnehmer und Beobachter, denen bereits kleine Arbeiten wie Teigkneten oder Gemüseabwaschen großen Spaß bereiten.
Ab dem Kindergarten- und Vorschulalter sind Kinder besonders aufnahmebereit und neuen Dingen gegenüber aufgeschlossen, sodass man sie aktiv am Küchengeschehen beteiligen kann. Um die meist kritischen Esser vor allem von gesunden Nahrungsmitteln wie Gemüse und Obst zu überzeugen, ist Ideenreichtum gefordert. Hierfür können Sie sich Inspiration beim gemeinsamen Durchforsten von Kochbüchern holen. Ein kleiner Tipp der beim „Zucchini-ess‘-ich-nicht-Syndrom" für Abhilfe sorgt: Verarbeiten Sie ungeliebte Zutaten im Lieblingsessen, diese heißen bei Kindern oftmals Pizza und Nudeln. Natürlich können Sie sich auch selbst Rezepte ausdenken, indem Sie einfach einen Blick in den Kühlschrank werfen und schauen was der so zu bieten hat. Dabei können Sie auch gleich erklären, warum manche Lebensmittel im Kühlschrank aufbewahrt werden, andere aber nicht.
Auch der gemeinsame Einkauf von Zutaten ist für Kinder eine spannend Angelegenheit und gibt Ihnen beispielsweise Gelegenheit, zu erklären, aus welchen Bestandteilen sich das heutige Mittagessen zusammensetzt.
Wenn es dann so richtig ans Werk geht, können Sie Ihrem Kind kleine Arbeiten wie Gemüse klein schneiden oder die Küchenmaschine betätigen getrost überlassen. Doch Vorsicht, auch wenn sich die Kinder ausprobieren sollen, müssen Sie stets ein Auge auf sie haben, um Unfälle zu vermeiden.
Durch die Arbeit in der Küche lernen die Kleinen viel über Lebensmittel, angefangen von ihrem Aussehen, ihrem Geschmack und ihrem Geruch bis hin zu ihrer Wirkung auf den menschlichen Körper. Zusätzlich werden durch Tätigkeiten wie Schneiden oder Kneten auf spielerische Weise die motorischen Fähigkeiten der Kinder geschult. Nach und nach können die Kinder weitere kleine Aufgaben selbständig übernehmen, wodurch sie neben Selbstbewusstsein auch Eigeninitiative erlernen, was ihnen im späteren Leben zugute kommen wird.



