Für ein ausgedehntes sonniges Frühstück am Wochenende oder eine Portion Entspannung nach Feierabend machen sich viele Städter ihren Balkon zunutze. Üppiges Grün und Blütenpracht gehören dazu, doch scheinen Blumenkästen von Zierpflanzen wie Geranien und Petunien dominiert zu sein. Für Abwechslung sorgen heimische Wildpflanzen, die auch Bienen, Hummeln und Schmetterlingen als Nahrungsquelle dienen. Die meisten herkömmlichen Balkonblumen sind für Insekten nutzlos. So liegen die ökologischen Vorteile der wilden Kübelpflanzen klar auf der Hand. Meist sind die Arten überdies mehrjährig und damit winterfest. Je größer der Kübel, desto besser - größeres Volumen reguliert längere Trockenheit oder Feuchtigkeit besser und stellt mehr Nährstoffe und Wurzelplatz zur Verfügung.
Einheimische Arten wie die Margerite, Kartäusernelke, Moschusmalve, Wiesensalbei, blaublühendes Alpenleinkraut oder auch Futterpflanzen wie Majoran und Dill gedeihen gut in Balkonkübeln.
Für Kästen bei kleineren Balkonen sind spezielle Saatgutmischungen im Handel erhältlich, die in ihrer Zusammensetzung auf die Nahrungsbedürfnisse bedrohter Arten abgestimmt sind. Bienenschmaus von Alnatura zum Beispiel, enthält unter anderem Samen von Kornblumen, Mohn, Rittersporn, Phacelia, Nigella und Goldmohn.
Die beste Zeit für die Aussaat ist April bis Anfang Juli.



