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Sommer, Sonne und kein Sonnenbrand
Endlich scheint die Sonne wieder nach diesem langen, kalten und trüben Winter. Jeden zieht es hinaus ins Freie, das Gesicht der Sonne zugewandt. Mit der angenehmen Wärme auf der Haut fühlen wir uns auch mental sofort besser. Die Laune steigt, Frühlingsgefühle erwachen und es werden Pläne für den Urlaub geschmiedet.

Doch wer die Sonnenstrahlen gar zu ausgiebig genießt, begibt sich auch in eine große Gefahr - der Sonnenbrand lauert. Zuviel Sonne in den frühen Kinderjahren und der Jugendzeit rächt sich im Alter gnadenlos. Die Hautkrebsrate stieg in den letzten Jahren rapide an. Neuerdings ist Hautkrebs für einige Berufe, wie zum Beispiel Straßenbauarbeiter, als anerkannte Berufskrankheit zugelassen.

Um Sonnenbrand zu vermeiden und damit das Hautkrebsrisiko zu verringern, gibt es einige einfache Tipps. Der Melaninwert jedes Menschen kann gemessen und dabei der genaue Hauttyp ermittelt werden. So können Sonnenanbeter gezielt den richtigen Lichtschutzfaktor für sich auswählen. Jedem Hauttyp liegt eine gewisse Eigenschutzzeit zugrunde, die, mit dem gewählten Lichtschutz multipliziert, die Gesamtschutzdauer errechnet.

Ein Beispiel: Ein sehr hellhäutiger Typ mit Eigenschutzzeit von fünf Minuten wählt einen Lichtschutz 50 aus. 5 mal 50 Minuten Schutz, das entspricht vier Stunden.

Schon auf dem Weg in die Sonne, unterwegs zum Strand etwa, sollten Sonnenschutzprodukte aufgetragen werden. Sonst ist die Eigenschutzzeit vorüber, noch bevor das Ziel erreicht wurde und ein Sonnenbrand unvermeidlich. Darüber hinaus sollte die ermittelte Schutzzeit nur zu maximal achtzig Prozent ausgenutzt werden. Was viele vielleicht nicht wissen: Wiederholtes Auftragen nützt nichts, die tägliche Sonnenzeit ist dann ausgeschöpft.

Ein Sonnenschutz mit der Aufschrift „wasserfest" erlaubt zwei mal zwanzig Minuten baden, ohne dass der Schutz verloren geht. Das Etikett „Extra wasserfest" verlängert diese Zeit auf zwei mal dreißig Minuten.

Unterschieden wird mineralischer Schutz und chemischer Lichtschutz. Den mineralischen Cremes liegt ein physikalisches Prinzip zugrunde. Durch die komplette Abdeckung der Haut entsteht ein sogenannter „Weißel­effekt" und die aggressiven Sonnenstrahlen werden komplett abgeblockt. Meist kommt dieser Effekt in Kindersonnenprodukten zum Einsatz, da die Kinderhaut dünner und empfindlicher ist als die eines Erwachsenen.

Chemische Lichtschutzfaktoren blocken UVA- und UVB-Strahlen, haben aber den Nachteil, dass sie auch in die Muttermilch übergehen. Diese Produkte sind also nicht geeignet für stillende Mütter. UVA-Strahlen bewirken eine frühere Hautalterung, UVB-Strahlen verbrennen die Haut - sind also sofort als Bräunung sichtbar.

Zwar gilt vielen eine gewisse Bräune als Urlaubseffekt, doch der einstmals vornehmen Blässe sollte eigentlich der Vorzug gegeben werden.