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Digitale Schnitzeljagd
Ein altes, bei Kindern beliebtes Geländespiel findet nun in seiner digital aufgepeppten Version immer mehr erwachsene Anhänger. Im Ablauf des Spiels hat sich nicht viel geändert, doch kritisieren Umweltschützer und Ordnungshüter immer extremere Verstecke und Bergungsbedingungen der kleinen „Schätze“.

Geo, griechisch „Erde" und cache, englisch für „geheimes Versteck", bilden den Namen des neuen Hobbys, das Technikbegeisterte ebenso anzieht wie Wanderlustige. Geocaching unterscheidet sich von der klassischen Schnitzeljagd dadurch, dass Koordinaten, die man zum Finden des Verstecks benötigt, im Internet zur Verfügung gestellt werden. Um sich auf die Suche nach dem Versteck zu machen, wird ein Satellitennavigationsgerät (GPS) verwendet. Dort werden die Daten eingespeist und die eigene Ausgangsposition berechnet. Nun gibt das Gerät die Marschroute vor.

Schätzungsweise 100.000 in Marmeladengläsern, Metallkisten, Film- und Tupperdosen versteckte Schätze soll es inzwischen in Deutschland geben. Die Größe des Behältnisses kann ebenso verschieden sein wie die Art des Inhalts. In den meisten Fällen wird der Schatz nicht geborgen, sondern eingetauscht oder der Finder trägt sich lediglich in das Logbuch ein, das fast jedem Cache beiliegt.

Die etwa 25.000 Deutschen, die Geocaching als Hobby betreiben, haben die Wahl zwischen verschiedenen Schwierigkeitsstufen, Multi- oder Mysterie-Caches. Letztere bilden zwischen der Vielzahl häufig auch lieblos versteckter Schätze eine Besonderheit. Hier hat sich jemand eine Geschichte ausgedacht, deren Mysterien im Spielverlauf aufgedeckt werden müssen.

Die „T5er" stellen die höchste Schwierigkeitsstufe unter den Caches dar. Sie zu finden verlangt von den Hobbyentdeckern einiges ab. Im Taucheranzug, mit Kletterausrüstung oder Bergmannshelm ausgestattet, machen sie sich auf zu den Verstecken unter Wasser, in Berghöhlen, alten Bunkern oder Bergwerksschächten.