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„Zum Anger“ – Das erste Fischrestaurant im Norden Berlins
Fischliebhaber hatten es bislang nicht einfach im Norden ­Berlins. Im März dieses Jahres endlich, eröffnete das Fischrestaurant „Zum Anger“ im alten Dorfkern Blankenburgs, zwischen Dorfkirche und Feuerwache.

„Eine sehr schöne Lage", findet das Team, „Wir haben eine große Terrasse, auf der man im Sommer gut sitzen und auf den Dorfplatz blicken kann. Nicht zu sehr im Geschehen und nicht zu sehr abseits davon." Die frisch renovierten Räume und das Interieur mit Sitzecken und Stühlen aus Holz passen gut zum Konzept des Restaurants mit seinen liebevoll selbstgemachten Speisen und zum unter Ensembleschutz stehenden Gebäude auf dem Anger. Dieser Denkmalschutz ist der Grund dafür, dass einige Fenster nicht vergrößert werden durften. Helle, freundliche Farben an den Wänden und ein ausgewähltes Beleuchtungskonzept, sorgen nun für eine warme Ausstrahlung des Ortes.

Ältere Blankenburger kennen die Räume noch als Landwarenhaus und Rainer Ziesche, der Geschäftsführer des Restaurants, ging hier als Junge mit der Kanne zum Milchholen. Heute gibt es statt der Milchtheke eine Bar, die ein Getränkeangebot von der Fassbrause bis hin zum klassischen trockenen Grauburgunder umfasst.

„Die meisten der Fische hole ich direkt von meinem Bruder, er ist Fischer", versichert der Gastronom und erzählt: „In den Seen um Berlin, wie im Dämmeritzsee und in der Löcknitz fischt er Karpfen, Aal und Hecht. Unsere Heringe kommen aus der Ostsee, der Lachs aus Norwegen und die Forellen aus Thüringen. Wildgefangenen Wels aus der Elbe und Doraden aus dem Atlantik und natürlich Zander finden Sie auch auf unserer Speisekarte".

Der Fischexperte empfiehlt die Maischolle, die zur Zeit durch ihre roten Laichflecken zu einer Spezialität zählt und mit frischem Spargel serviert wird. „Abhängig von der Saison wechselt das Fischangebot. Im Oktober zum Beispiel beginnt die Karpfenzeit," erklärt er. In sein Restaurant kommen bereits Stammgäste, wie das Pärchen, das vom speziellen hausgemachten Matjeshering so begeistert ist, dass es ihn immer wieder bestellt.

Nicht nur Fisch, auch Fleisch und vegetarische Gerichte werden serviert. Für Kinder bereitet der Koch die Fischstäbchen „Pinocchio" oder „Willis Leibspeise" - das Kinderschnitzel selbst zu. „Aus der Tüte kommt bei uns nichts", sagt der Restaurantbetreiber, „Suppen und Soßen werden in Handarbeit zubereitet. Erst gestern haben wir 20 Kilogramm Spargel geschält".

Die Mühe lohnt sich. Spezielle Dippzubereitungen wurden von Gästen bereits hoch gelobt, aber das Rezept wird natürlich nicht verraten. Die Familie ist der beste Tester meint Rainer Ziesche: „Wir sind alle große Fischfans und meine Söhne Louis und Linus kommen gern mit zum Fischholen".

„Zum Anger" verfügt über einen seperaten Raum für feierliche Anlässe, der gemietet werden kann.Am 23. Mai findet der nächste Brunch statt, danach jeden ersten Sonntag im Monat. Alle Termine und Aktionen, wie das große Muschelessen, und die aktuelle Speisekarte finden Sie im Internet unter www.zum-anger.de.