Exoten werden immer häufiger als Haustiere gehalten. Je nach Haltungsform, im Terrarium oder im Aquarium, sind auch bei diesen Tieren verschiedene Hauterkrankungen häufig anzutreffen. Dabei sind die Ursachen, die zu Hautveränderungen und -erkrankungen führen können, vielfältig. Juckreiz, wie er von Hund und Katze bekannt ist, spielt bei Exoten dabei als diagnostisches Symptom keine Rolle. Als auslösende Faktoren sind am häufigsten Haltungsfehler zu nennen. Des Weiteren verursachen Bakterien, Pilze und Viren Erkrankungen der Haut- und Hautanhangsorgane. Seltener sieht man Verletzungen durch Artgenossen oder Futtertiere oder Verbrennungen durch Wärmequellen.
Zu Hautkrankheiten bei Exoten kommt es häufig auch durch falsche Ernährung. Relativ bekannt sind Hypervitaminosen, die zu Häutungsstörungen oder Panzerveränderungen bei Schlangen, Schildkröten und Echsen führen können. Aber auch eine falsche Menge oder Zusammensetzung der Rationen kann zu Hauterkrankungen führen, wie zum Beispiel übermäßiges Schnabelwachstum bei Schildkröten, wenn in der Ration der Proteinanteil zu hoch ist oder ein Rohfasermangel besteht. Auch Häutungsstörungen infolge Jodmangels sind anzutreffen.
Um Hauterkrankungen zu vermeiden, sind exotische Tiere so artgerecht wie möglich zu halten. Die Empfänglichkeit für Krankheitserreger ist unter optimalen Haltungsbedingungen deutlich geringer als bei beeinträchtigten Tieren. Exotische Haustiere sind gut zu beobachten, um Veränderungen an Haut und Hautanhangsorganen frühzeitig feststellen zu können.
Anders als bei den Exoten gehen bei Hund, Katze und Co. einige Hauterkrankungen meist mit starkem Juckreiz einher. Die eigentlichen Probleme entstehen bei diesen Tieren durch das Kratzen. Es führt zu Verletzungen der Haut und anschließend zu Hautinfektionen, die wiederum den Juckreiz verstärken können.
Die Ursachen für juckende Hauterkrankungen bei Hund und Katze können unter anderem sein:
allergisch bedingte Erkrankungen sowohl durch äußere Faktoren aus der Umwelt wie Pollen oder Hausstaubmilben als auch durch Futtermittelinhaltsstoffe
allergische Reaktionen auf den Befall mit Ektoparasiten wie Flöhe oder Milben
Ektoparasitenbefall wie zum Beispiel durch Haarlinge und manche andere Milben
Erkrankungen des Immunsystems (Autoimmunkrankheiten)
Hautpilzinfektionen
Bakterielle Hautinfektionen oder Infektionen mit Hefen
Erkrankungen innerer Organe einschließlich der Hormone produzierenden
bei manchen Tumorerkrankungen in Einzelfällen auch psychische Störungen.
Egal, ob bei einem exotischen Haustier oder Hund und Katze - In jedem Fall sollte bei Hautveränderungen der Rat eines Tierarztes eingeholt werden.



