Rosenthal liegt am nördlichen Stadtrand von Berlin, im Stadtbezirk Pankow und grenzt unmittelbar an die Ortsteile Blankenfelde, Niederschönhausen und Wilhelmsruh. Das heutige Rosenthal entstand einst im Zuge der Besiedelung der Mark Brandenburg im 12. Jahrhundert und wurde erstmals im Jahre 1356 unter dem Namen Rosendalle erwähnt. Während Buch, Karow und Pankow bereits von Slaven bevölkert worden waren und die niederländischen und rheinischen Siedler ihre eigenen Dörfer gründeten, wird davon ausgegangen, dass Rosenthal eine germanische Siedlung war. Dafür spricht auch die typisch rechteckig angelegte Form des Dorfes.
Mit den Siedlern kam auch das Christentum in die zuvor von Heiden bewohnte Gegend. Dies führte unter anderem zum Bau der alten Dorfkirche, die als ältestes Gebäude noch heute im Dorfkern von Rosenthal steht. Aufgrund von wissenschaftlichen Analysen und historischen Aufzeichnungen wurde ihr Bau auf das Jahr 1230 datiert, welches gleichzeitig zum Gründungsjahr der Ortschaft erklärt wurde. Nach 1700 wurden einige Veränderungen an der Kirche vorgenommen. So wurden beispielsweise ein Kirchturm hinzugefügt und ein halbrunder Altarraum errichtet.
Im Laufe der Zeit hatte Rosenthal viele Besitzer, einer von ihnen war Kurfürst Friedrich III, der 1694 zum Grundherrn und Dorfpatron Rosenthals wurde. Wer Namensgeber des Ortes war, ist bis heute nicht geklärt, jedoch gibt es viele Theorien. Eine besagt, dass der Name Rosenthal von einem der ehemaligen Bewohner herrührt. Ebenso ist es nicht auszuschließen, dass der Ortsname tatsächlich etwas mit Rosen zu tun hat. Denn der lehmhaltige Boden in dieser Region eignet sich besonders gut für deren Wachstum.


