Am Jahresende kommen wir aus dem Feiern nicht mehr heraus. Kaum sind die Weihnachtsgeschenke in Benutzung, verstaut, oder gar umgetauscht worden, kaum ist der Gänsebraten verdaut und die Verwandtschaft hat den Heimweg angetreten, heißt es noch längst nicht ausruhen – jetzt kommt Silvester. Zwischen Weihnachtsbaum und Geschenkpapier werden die Böller für den Jahreswechsel bereitgestellt. Was feiern wir da eigentlich? In vielen europäischen Ländern heißt der letzte Tag des Jahres im Gregorianischen Kalender Silvester, das ist der 31. Dezember. Es folgt der erste Januar und damit ein neues Jahr. Bereits die alten Germanen haben Feuer-Feste am Jahresende gefeiert und die Römer taten es ihnen gleich, als 153 v.u.Z. der Jahresbeginn vom ersten März auf den ersten Januar verschoben wurde.
Der Name Silvester bedeutet Waldmensch, rührt aber daher, dass im Jahre 335 der letzte Tag des Jahres auf den 31. Dezember, den Todestag des Papstes Silvester I. verlegt wurde. Mancherorts wird der Tag auch Altjahr oder Altjahrsabend genannt. In England oder Portugal hingegen spricht man vom New Year´s Eve, beziehungsweise Ano-Novo.
Verschiedene Bräuche werden zu Silvester zelebriert. Einige Menschen laufen dem neuen Jahr bei sogenannten Silvesterläufen buchstäblich entgegen. Auf einem 15 Kilometer langen Abschnitt der Bundesstraße 1 findet der größte deutsche Lauf von Werl nach Soest mit etwa 8000 Teilnehmern statt, und das schon seit 25 Jahren. Meist nehmen die Läufer aller Altersklassen für einen gemeinnützigen Zweck am Silvesterlauf teil.
Den weltweit größten Lauf mit über 20.000 Teilnehmern veranstalten die Spanier in Madrid. Diese Läufe existieren jedoch nicht nur in Europa, auch in Südamerika, im brasilianischen Sao Paulo, werden sie ausgetragen.
Viele Feierlaunige besuchen zu Silvester öffentliche Veranstaltungen mit Silvesterprogramm. Einige gehen auch zum Mitternachtsgottesdienst, der sogenannten Mette. Der Großteil der Deutschen jedoch, feiert Silvester wohl privat im Kreise von Freunden. Bei dieser Gelegenheit wird häufig gemeinschaftlich Blei gegossen und natürlich Punkt zwölf mit Sekt angestoßen. Dann wird das neue Jahr mit Feuerwerk, Wunderkerzen und Böllern freudig begrüßt - keine Ruh bis in die Morgenstunden.



