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Das FÖJ – ein Freiwilliges Ökologisches Jahr
Wer sich als Jugendlicher oder junger Erwachsener, nach dem Schulabschluss noch unentschlossen bezüglich seines beruflichen Werdegangs ist oder sich einfach persönlich weiterentwickeln möchte, für den ist ein Freiwilliges Soziales Jahr genau das Richtige. Eine Möglichkeit ist, es seinen Freiwilligendienst im ökologischen Bereich als Freiwilliges Ökologisches Jahr abzuleisten.

Grundvoraussetzung für die Teilnahme am FÖJ, sowie bei allen anderen Formen des Freiwilligen Sozialen Jahres, ist einerseits der Abschluss der Vollzeitschulpflicht, also zehn Jahre Schule, und ein maximales Alter von 27 Jahren. In der Regel dauert das FÖJ zwölf Monate, in manchen Fällen jedoch nur sechs. Es beginnt, wie die meisten Ausbildungen, nach den Sommerferien im September. Als Bildungs- und Orientierungsjahr kann das Freiwillige Ökologische Jahr als Wartesemester angerechnet und als Zivildienst geltend gemacht werden.

Wie bei den anderen Formen des Freiwilligen Sozialen Jahres, wird auch das Freiwillige Ökologische Jahr über Trägerorganisationen abgehandelt. Dies sind meist gemeinnützige Jugendorganisationen, wie beispielsweise Jugendeinrichtungen von Kirchen oder Umweltschutzverbänden. Sie übernehmen die Auswahl der Einsatzstellen und verwalten die staatlichen Fördergelder. Zudem sind die Träger Betreuer und Ansprechpartner für die Teilnehmer. Bestandteil des FÖJ ist, neben der praktischen Arbeit in den Projekten, auch die Teilnahme an Seminaren, in denen sich mit Themen wie Ökosysteme, Nachhaltigkeit oder Globalisierung auseinandergesetzt wird. Das Freiwillige Ökologische Jahr wird vergütet, wobei das Gehalt je nach Bundesland unterschiedlich hoch ausfällt. Prinzipiell erhalten die Teilnehmer ein monatliches Taschengeld, das sich auf circa 154 bis 350 Euro beläuft, und Verpflegung sowie eine Unterkunft gestellt. Zusätzlich können staatliche Zuwendungen wie Kinder- und Wohngeld weiterhin bezogen werden.

Beworben wird sich nicht direkt bei den Einsatzstellen, sondern über die Träger des jeweiligen Bundeslandes, die auf www.foej.de aufgelistet sind. Erst über die Internetseiten der Träger gelangt man zu einer Übersicht über die einzelnen Einsatzstellen. Das sind vor allem gemeinnützige Einrichtungen, die ihre Arbeit unter ökologischen Gesichtspunkten verrichten und deren Schwerpunkte vom praktischen Naturschutz über Umweltbildung bis hin zur Umweltforschung reichen. So kann ein FÖJ zum Beispiel in der Landwirtschaft und im Gartenbau, in Naturschutzzentren aber auch in unterschiedlichen Verbänden und Unternehmen absolviert werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit seinen Dienst im Ausland zu verrichten. Zurzeit ist die Anzahl an Stellen im Ausland zwar noch gering, doch wer auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Erfahrung in einem fremden Land in Verbindung mit ökologischem Engagement ist, sollte sich bewerben.