Die wenigsten Leute brauchen ihr Auto mehr als 3 Stunden am Tag. Der Gedanke, dass mehrere Personen sich ein Fahrzeug teilen liegt somit nahe. Beim Carsharing stellen entsprechende Anbieter Fahrzeuge zur gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Gerade für Personen, die nur gelegentlich ein Auto benötigen, kann Carsharing eine rentable Alternative sein.
Als „Autoteiler" schließt man zunächst einen Vertrag mit dem örtlichen Carsharing-Anbieter ab und wird Mitglied. Man hinterlässt eine Kaution, die im Falle einer Kündigung wieder ausgezahlt wird. Zusätzlich muss in der Regel ein Anmeldeentgelt und ein monatlicher Fixbetrag gezahlt werden. Für die Nutzungsdauer berechnen die Carsharing-Unternehmen einen bestimmten Zeit- und Kilometertarif, der sowohl den Wertverlust des Wagens, die Kosten für Reparaturen und Versicherungen sowie Kraftstoff abdeckt. Das bedeutet, dass die fixen Kosten des Fahrzeuges auf alle Nutzer verteilt werden. In der monatlichen Rechnung, die man als Nutzer erhält, sind alle angefallenen Kosten übersichtlich aufgelistet. Die meisten Carsharing-Anbieter verfügen über ein breites Angebot an Fahrzeugmodellen. Je nach Einzugsgebiet werden die Autos in unmittelbarer Umgebung der Kunden platziert. Es genügt ein Anruf bei der Buchungszentrale oder eine Buchung übers Internet, um schnell und unkompliziert an einen fahrbaren Untersatz zu gelangen. Ist die Fahrt beendet wird das Fahrzeug am dafür reservierten Stellplatz wieder abgestellt. Auch Ausflüge in andere Orte sind mit Carsharing möglich. So stehen in über 270 deutschen Städten und Gemeinden rund 4600 Fahrzeuge auf Abruf bereit.
Außer den finanziellen bietet Carsharing weitere Vorteile. Wartung und Pflege, Reinigung und Versicherung werden vom Unternehmen übernommen. Die Autos sind größtenteils vollkaskoversichert und werden regelmäßig und fachmännisch betreut. Darüber hinaus ist Carsharing besonders umweltfreundlich. Laut dem Bundesverband CarSharing e.V. ersetzt ein Carsharing-Auto 4 bis 10 herkömmliche Pkw. Mehr Carsharing bedeutet demnach weniger Fahrzeuge auf den Straßen, somit weniger Schadstoff und Schrott und auch weniger Energie- und Rohstoffeinsatz für die Produktion und vor allem mehr Platz für Menschen.



