Angesichts der steigenden Öl-und Gaspreise sind immer mehr Mieter und Hausbesitzer auf der Suche nach Möglichkeiten Energie einzusparen. Eine Maßnahme, die dabei auf keinen Fall vernachlässigt werden sollte, ist die richtige Wärmedämmung der Fenster. Wenn gar nichts mehr hilft, steht der Fenster-Neukauf an. Vor allem bei alten Bauten gehen durch die Fenster Unmengen an Energie verloren. Es muss deutlich mehr geheizt werden um den Raum zu erwärmen, was sich nicht nur negativ auf die Nebenkosten auswirkt, sondern zusätzlich die Umwelt belastet. Darüber hinaus spielen gut isolierte Fens-ter eine wesentliche Rolle für die eigene Gesundheit. Bei schlecht gedämmten Fenstern bildet sich Kondenswasser - und das kann zu Schimmelbildung führen. Um vor Beginn einer Sanierung zu ermitteln, wie viel und vor allem wo Wärme entweicht, bietet sich eine Überprüfung durch einen Zugluft-Test oder mit Hilfe einer Wärmebildkamera an. So können die entsprechenden Umbaumaßnahmen gezielt angegangen werden: Es kann festgestellt werden, ob ein kompletter Wechsel notwendig ist oder ob kleine Nachrüstungen ausreichen.
Durch die oftmals in Altbauten verwendeten Ein-Scheiben-Fenster geht relativ viel Wärme verloren. Doch auch hier können Sie mit ein paar Maßnahmen für eine bessere Dämmung sorgen. Hängen Sie am besten die Fens-terscheiben aus. Ist das Holz des Rahmens alt und rissig, sollte er sowohl von innen als auch von außen mit Spachtelmasse oder Silikon bearbeitet werden. Die dünn aufgetragene Masse lässt sich mit Hilfe eines kleinen Spachtels, wie zum Beispiel einem Eisstiel, und etwas Seifenlauge glatt streichen. Im Anschluss sollte der Rahmen im Ganzen lackiert werden um eine optimale Versiegelung zu gewährleisten.
Als nächsten Schritt können Sie ein so genanntes Dichtungsband auf der Innenseite des Rahmens anbringen. Das selbstklebende Schaumstoff-Dichtungsband ist leicht zu befestigen, oxidationssicher, UV-beständig und in den meisten Baumärkten erhältlich. Es ist wichtig, dass Sie das Band möglichst lückenlos anbringen und sich das Fenster weiterhin problemlos öffnen und schließen lässt.
Auch an den Scheiben selbst lässt sich durch eine verbesserte Dämmung Energie sparen. Bei alten Ein-Scheiben-Fenstern fehlt die dämmende Zwischenschicht, mittels spezieller Fensterfolien kann diese Isolierung nachträglich hergestellt werden. Sie können je nach Art der Verglasung eine Einsparung der Heizkosten bis zu 20 Prozent erzielen.
Sollten Ihre Fenster jedoch nicht mehr zu retten sein oder Sie einen Neubau planen, müssen neue her. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Fenster einen hohen Wärmeschutzwert aufweisen, einbruchshemmend sind und auch gute Markenbeschläge haben. Fachleute raten vom Kauf von Billigfenstern ab, die nur drei Kammerprofile vorweisen, Standard sind heute fünf. Minderwertige Fenster erkennt man unter anderem daran, dass die Beschläge im Kunststoff verschraubt sind, und nicht in der innenliegenden Stahlarmierung. Dadurch sind sie weniger lang haltbar, oft ist die Oberfläche solcher Fenster schnell verwittert und vergraut.
Ein hochwertiges Fenster hat eine innere durchgehende Stahlarmierung. Fachfirmen nehmen bei Neubauten exaktes Aufmaß, wodurch jedes Fenster eine individuelle Anfertigung darstellt. Die Fenster werden von geschultem Personal montiert und eine fachgerechte Dämmung und Abdichtung von innen und außen angebracht. Viele Firmen geben eine Haltbarkeitsgewährleistung von 25 Jahren.
Ein einbruchhemmendes Fenster kann schon 10 bis 20 Prozent teurer sein als ein normales. Ob die Fenster aus Kunststoff oder Holz gefertigt wurden, spielt dabei keine Rolle. Holzfenster sind jedoch viel wartungsintensiver und müssen immer wieder gestrichen werden. Heute sind auch sehr gute Holzimitate aus Kunststoff erhältlich, die selbst Fachleute kaum von echten Holzfenstern unterscheiden können.
Lassen Sie sich beim Fensterkauf vom Fachmann beraten. Dieser kann Sie über die vielen Faktoren wie zum Beispiel Fensterform,- typ,- material oder Verglasung, die bei der Auswahl der Fenster eine Rolle spielen, ausgiebig beraten. Achten Sie zudem beim Kauf auf das RAL-Gütezeichen, das Kennzeichen für hochwertige Fenster.



