Je nach Wetterlage findet man die meisten Pilze in der Zeit vom Spätsommer bis Herbst. Pilze mögen es am liebsten feuchtwarm, weshalb sie vor allem in Waldgebieten zu finden sind. Damit sich Pilze gut entwickeln, benötigen sie einige Zeit zum Wachsen. Am besten gedeihen sie nach circa zwei Wochen regnerischen Wetters mit milden Temperaturen. Ab dann beginnt der Wettlauf zwischen den Sammlern und ihren tierischen Mitstreitern wie Schnecken, Igel und Wildschweine. Wer erfolgreich beim Sammeln sein möchte, sollte daher früh aufstehen. Zur Grundausstattung für die Wanderung durch den meist feuchten Wald gehören wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk. So schützt man sich nicht nur vor Regen, sondern auch vor Zecken, die gerade im Unterholz und auf Bäumen zu Hause sind. Zur Ausrüstung eines Sammlers gehören in jedem Fall ein Messer und ein entsprechender Behälter für die Pilze. Der Profi benutzt ein spezielles Pilzmesser, jedoch reicht ein normales, scharfes Küchen- oder Taschenmesser aus. Für den Transport eignet sich ein Korb besonders gut, denn dort sind die Pilze weitgehend vor Druck geschützt und haben Platz zum Atmen. In einem Beutel oder einer Tüte können sie leicht gequetscht werden und schneller verderben.
Wer sich mit den verschiedenen Pilzen nicht auskennt oder das erste Mal zum Sammeln aufbricht, sollte sich vorab darüber informieren, welche Pilze bedenkenlos zu genießen sind und von welchen man lieber die Finger lassen sollte. Hierbei kann eines der zahlreichen Bücher über Pilze zu Rate gezogen und zum Sammeln mitgenommen werden. Wer sich nicht sicher ist, muss den Pilz stehen lassen. Ist dann ein passendes Exemplar gefunden, sollte der Pilz oberhalb des Waldbodens am Stiel abgeschnitten oder vorsichtig herausgedreht werden. So wird gewährleistet, dass das verbliebene Pilzgeflecht unter der Erde nicht beschädigt wird und dadurch neue Pilze wachsen können.
Bevor die Pilze weiter verarbeitet werden, müssen sie natürlich gesäubert, also von Erde, Laub Nadeln und Ungeziefer befreit werden. Wer das bereits vor Ort macht, erspart sich die Arbeit zu Hause. Bei der Reinigung können die Pilze zudem noch einmal überprüft und bestimmt werden. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten Pilze zuzubereiten. Man kann sie braten, leicht andünsten oder blanchieren und sie anschließend einfrieren. Auf keinen Fall sollte man sie roh zu sich nehmen, da viele Arten in diesem Zustand ungenießbar oder sogar giftig sind. Wichtig ist es, Pilze so schnell wie möglich zu verwerten, da sie leicht verderben. Wenn sie jedoch erst am nächsten Tag zubereitet werden sollen, müssen die Pilze kühl und trocken lagern. Eine andere Möglichkeit ist das Trocknen. Dazu breitet man die Pilze auf einem Backblech aus und lässt sie, bei leicht geöffneter Tür und maximal 40 Grad, ungefähr fünf Stunden lang im Ofen trocknen.



