Gern hätten Sie ein Tier im Haus, doch Hund oder Katze in der Wohnung halten? Ihre vier Wände erscheinen Ihnen einfach nicht geräumig genug. Wir stellen Ihnen einige kleine Pelzträger vor, die als Alternative in Frage kommen. Die Anschaffung eines Haustieres will wohlüberlegt sein. Welche Bedürfnisse hat das Tier, ist es nachtaktiv oder tagsüber agil, was frisst es und liebt es Gesellschaft? Vor dem Kauf sollten Sie sich über diese Fragen Klarheit verschaffen.
Sehr verbreitet ist die Haltung von Hamstern. Da sie regelrechte Einzelgänger sind, kann man sie gut alleine halten. In ihrem Käfig benötigen sie eine ganze Menge Einstreu, um ihrem natürlichen Tunnelbautrieb nachgeben zu können. Hamster brauchen außerdem viel Bewegung. Vorsicht bei der Anschaffung des vielzitierten Hamsterrads - es sollte keines mit offenen Speichen sein. Dieses stellt für das Tier eine Verletzungsgefahr dar. Die Ernährung der kleinen Nager stellt sich aus Körnern und Frischfutter zusammen. Hamster sind nachtaktive Tiere und leben etwa zwei bis drei Jahre. Daher sind sie als Haustiere für Kinder nicht geeignet.
Kaninchen sind ebenfalls beliebte Mitbewohner bei Tierfreunden. Hauptsächlich ernähren sie sich von Heu, doch sollte ihr Speiseplan mit frischem Obst und Gemüse sowie Kräutern aufgepeppt werden. Die Langohren lieben Chicorée, Stangensellerie und Kohlrabiblätter aber auch Birnen, Löwenzahn, Petersilie und Kresse. Im Handel erhältliches Kraftfutter sollte nicht zu viel gegeben werden, sonst macht es die Tiere fett und kann zu Durchfall führen. Kaninchen leben bei guter Pflege und in Gesellschaft eines Artgenossen bis zu zehn Jahre. Für Kinder sind sie ideale Hausgenossen.
Paarweise gehalten werden müssen auch die geselligen Ratten. Am liebsten leben sie in hohen Volieren, in denen sie viel ausprobieren können, denn die Tiere sind sehr intelligent. Ratten lieben also ein abwechslungsreich eingerichtetes Heim. Sie fressen Obst und Gemüse sowie Körner. Geruchsempfindlichen Menschen ist vom Kauf einer Ratte abzuraten, denn die Tiere haben einen Eigengeruch.
Immer mehr Tierliebhaber schaffen sich Chinchillas an. Diese geselligen Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv und geben sich gern ihrem natürlichen Nagetrieb hin. Heu und im Fachhandel erhältliche Pellets sowie getrocknete Kräuter mögen die Chinchillas gern fressen. Obwohl die Nager ein hohes Alter von bis zu 15 Jahren und darüber hinaus erreichen, sind sie aufgrund ihrer Nachtaktivität keine Kinderhaustiere.
Noch ein Nagetier kommt für die Wohnung in Frage. Die seltener gehaltenen Degus sind allerdings ständig am Ausreißen, denn sie nagen an allem und sind sehr aktiv sowohl tagsüber, als auch des Nächtens. Im Kinderzimmer sollten sie daher nicht stehen. Ihr Speiseplan setzt sich hauptsächlich aus Trockenfutter, Heu und Gemüse zusammen. Werden sie falsch gefüttert, können die Tiere Stoffwechselkrankheiten entwickeln. Zu zweit gehalten, leben sie zwischen vier und sieben Jahren.
Sollten Sie Ihrer Entscheidung für eines der Kleintiere näher gekommen sein, erkundigen Sie sich unbedingt genau über den Lebensraum des Tieres. Vielleicht ist es möglich, selbst einen Käfig oder Stall für den neuen Hausgenossen zu bauen.



