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Ein neues Licht für helle Köpfe
Ob Schüler oder Arbeitnehmer, des Morgens um acht sind viele noch nicht so richtig wach. Hinzu kommt, dass die meisten herkömmlichen Lampen zu schwach für effektives Lernen und konzentrierte Arbeit leuchten. Die Lösung heißt dynamisches Licht – es kann sich an die gewünschte Arbeitsstimmung anpassen. Inzwischen wird diese Technik nicht nur in modernen Büros, sondern bereits auch in einigen Schulen eingesetzt.

Der Mensch braucht Licht und Farben zum Leben, denn indem der Körper die Energie des Lichtes aufnimmt, steuert und beeinflusst er einen großen Teil seiner Körperchemie. Sobald es dunkel wird, teilt das Hormon Melatonin dies den Körperzellen mit, die dann die nötigen Abläufe einleiten. Während nachtaktive Tiere dann munter werden, werden wir Menschen schläfrig. Das blaue Licht ist ausschlaggebend für die Melatoninveränderung und bestimmt somit den Rhythmus unseres Körpers.

Bei der Verwendung von dynamischem Licht spielen die Beleuchtungsstärke und die Farbtemperatur, also warmes oder kaltes Licht, die tragende Rolle. Es existieren unterschiedliche Lichtfarben zwischen warmweiß und kaltweiß. Je nach Mischung wirkt das Licht aktivierend oder beruhigend.

Für konzentriertes Arbeiten zum Beispiel, wird ein besonders hoher Anteil an blauem Licht benötigt. Um etwa Schüler zu aktivieren, sollte sehr helles Licht verwendet werden, mit circa 1000 Lux bringt das kaltweiße Licht mit einer Farbtemperatur von rund 12.000 Kelvin die müden Schüler richtig in Schwung.
Im Laufe des Tages drehen Kinder auch mal so richtig auf. Bevor sie über Tische und Bänke gehen, sollte zur Beruhigung vor allem warmes Licht zum Einsatz kommen. Dann dimmt man die Leuchte auf 500 Lux, wodurch die Farbtemperatur auf knapp 3200 Kelvin sinkt. Die ideale Farbtemperatur für konzentriertes Arbeiten beträgt etwa 6200 Kelvin.

Tests haben ergeben, dass Schüler, die unter dynamischem Licht arbeiten, besser lernen als Kinder, die unter herkömmlichen Lichtverhältnissen arbeiten. Sie lernen schneller lesen, arbeiten besser und es herrscht weniger Unruhe in den Klassenzimmern. Die neue Lichttechnik kann auch bei Hyperaktivität eingesetzt werden, motorische Unruhen gehen damit zurück.

Mit dem dynamischen Licht lässt sich für Schüler, Studenten aber auch für Angestellte das geeignete Arbeitsklima herstellen. Die Leuchten sehen aus wie gewöhnliche Neonröhren. Sie haben neben der verbesserten Lichtqualität den Vorteil, dass sie gerade in großen Gebäuden sehr energieeffizient leuchten und daher enorme Einsparpotenziale bieten.