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Ruhig mal öfter eine Kugel schieben
Wem es draußen für sportliche Aktivitäten zu kalt ist, findet rasch Anschluss in einer der zahlreichen Bowlingbahnen Berlins. Die Ausübung dieser Sportart bedarf keiner besonderen Kraft, gilt als entspannungsfördernd – man erinnere sich an die Kultfigur „The Big Lebowski“, und kann seit Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes auch in angenehmer Raumluft ausgeübt werden.

Bowling wurde 1837 im amerikanischen Bundesstaat Connecticut erfunden, um das dort kurz zuvor eingeführte Glücksspielverbot für das Kegelspiel zu umgehen. Die neue Sportart verbreitete sich rasch und ist heute weltweit populärer als das Kegeln.

Obwohl es Bowling in Deutschland schon seit 1929 gibt, fungiert es hierzulande immer noch als Randsportart. Dies liegt auch daran, dass neben dem international anerkannten Sportbowling zahlreiche Funbowling-Varianten wie „Moonlightbowling" oder „Discobowling" existieren, und Freizeitbowler häufig in unterschiedlich strukturierten Hausligen nach verschiedensten Regeln spielen. Dabei gewann ein Deutscher 1968 als erster Europäer überhaupt den Bowling World Cup.

Im Unterschied zur uralten Präzisionsspielart Kegeln spielt man Bowling mit zehn freistehenden Kegeln, genannt „Pins", die in einem gleichschenkligen Dreieck aufgestellt werden. Die Bowlingbahnen sind üblicherweise geölt, dabei gibt es verschiedene Techniken und Ölmuster.

Ein Spiel (genannt „Game") besteht aus zehn Durchgängen, den „Frames". Pro Frame hat jeder Spieler zwei Würfe, bei denen er versucht, die maximale Anzahl von „Pins" - also zehn - abzuräumen. Fallen schon beim ersten Wurf alle Pins, so nennt man dies einen „Strike", werden alle mit dem zweiten Wurf abgeräumt, so nennt man dies einen „Spare". Wenn auch beim zweiten Wurf noch nicht alle Pins gefallen sind, spricht man von einem „Open Frame".

Die Punktzahl ist die Summe der umgelegten Pins, und wird heutzutage vollautomatisch und computergesteuert ermittelt. Bei einem Spare werden zu den zehn Punkten auch die Punkte des nächsten Wurfs gezählt, maximal mögliche Punktzahl also 20.

Bei einem Strike werden auch die nächsten zwei Würfe noch mitgezählt, so dass die Höchstpunktzahl pro Frame bis auf 30 ansteigen kann. Wird im letzten Frame ein Spare geworfen, wird noch ein dritter Ball geworfen. Folgt dann ein Strike, gibt es noch einmal zwei Extrawürfe. Höchstmöglich ist also eine Punktzahl von 300 Pins - zwölf Strikes hintereinander. Dies nennt man dann ein perfektes Spiel.

www.bowlen-in-berlin.de
www.bowlingbedarf-tabatabaei.de