. . .
Erstlesebücher
bild
Aller Anfang ist jetzt leicht. Um die Wissbegier kleiner ABCSchü... [mehr]
Autopflege
bild
Bedingt durch die lange Kälteperiode konnten die Waschstraßen ... [mehr]
Spargelsaison
bild
Sei es, weil er nur für eine begrenzte Zeit zu haben ist, oder ... [mehr]
Vermittlungsgutschein
bild
Mit dem „Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen a... [mehr]
Den Ahnen auf der Spur
Irgendwann beschäftigen sich die meisten Menschen einmal mit ihrer Herkunft, fragen danach, wer waren meine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern. Nicht selten ist das der Anfang eines inzwischen recht weit verbreiteten Hobbys, der Ahnenforschung. Die wissenschaftliche Disziplin, der die Ahnenforschung zugeordnet werden kann, heißt Genealogie und erforscht den genetischen Zusammenhang einer Gruppe von Lebewesen.

Besonders in den USA, bedingt durch deren Geschichte als Einwanderungsland, ist die Spurensuche nach den Vorfahren eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Aber auch hierzulande verbringen Familienforscher Tag und Stund mit der Erstellung des eigenen Familienstammbaums. Denn seit der Verbreitung des Internets ist es nicht immer unbedingt notwendig, sich durch staubige Archive zu wühlen. Eine Vielzahl an erforschten Ahnentafeln und Stammbäumen sind in genealogischen Datenbanken im Internet zu finden.

Wenn interessierte Laien ihren Ahnen auf die Spur gehen, beginnen sie meist mit der Befragung von Familienangehörigen, gehen auf den Friedhof und sehen sich, sofern noch vorhanden, Familienfotos und -bücher an, studieren Ahnenpass oder Totenzettel. Wichtige auf diesen Dokumenten enthaltene Informationen sind die Geburts- und Sterbedaten, die Namen von weiteren Verwandten, oder auch die Geburtsnamen der Personen.

Sind der Grundstein der Familienchronik gelegt und die leichter zugänglichen Quellen abgearbeitet, gelangt die Suche nach den Vorfahren nicht selten an einen toten Punkt. Dann heißt es doch: stöbern in Archiven. Als Quellen kann man nun Kirchen- und Gerichtsbücher heranziehen. In Mitteleuropa existieren diese seit dem 16. Jahrhundert. Seit Ende des 18. Jahrhunderts geben auch Personenstandsbücher Aufschluss über Lebensdaten. Weitere Quellen können Bürgerbücher, Testamente und Leichenpredigten, Universitätsmatrikel, Musterungslisten, Steuerlisten und Adressbücher sein. Sind Teile der Verwandtschaft ausgewandert, könnte man auf Passagierlisten der Schiffe aus dem 19. Und 20. Jahrhundert fündig werden.

Zwar sind viele der Karteien und Dateien inzwischen online erfasst, doch bei der Recherche im Internet sollte bedacht werden, dass viele amerikanische und deutsche Firmen über das Thema Ahnenforschung kos­tengünstig personenbezogene Daten ermitteln. Wenn der Nutzer in den Geschäftsbedingungen der grenzüberschreitenden Verarbeitung zuge­stimmt hat, gilt das deutsche Datenschutzrecht nicht.

Inzwischen gibt es sogar Online-Anbieter, die DNA-Tests anbieten, um die eigene Herkunft bis in die Urzeit zurückzuverfolgen. Dazu wird ein Röhrchen mit Speichel eingeschickt und einige Monate später kommt die Nachricht, die besagt, man stamme beispielsweise von Germanen, Kelten oder Juden ab. Von diesen Angeboten sollte man jedoch nicht zu viel erwarten, sie sind häufig sehr ungenau und kosten obendrein zwischen 99 und 630 Euro.