Heinersdorf - der kleine Ortsteil im Norden des Bezirks Pankow machte erst vor zwei Jahren gehörig von sich reden. Durch alle Medien ging die Protestwelle, die der Bau der Khadija Moschee in Heinersdorf bei den dortigen Anwohnern auslöste. Zu 90 Prozent waren die etwa 6000 Heinersdorfer gegen die Errichtung des Baus der Ahmadiyya-Gemeinde zwischen Fastfood-Ketten und Tankstellen. Sie befürchteten wohl eine Überfremdung ihres Ortsteils, in dem kaum Migranten leben. Außer diesen Schlagzeilen hört man wenig aus Heinersdorf. Trotz einer Fülle an Gebrauchtwarenhändlern und Discountern, die sich rings um den Ortskern mit seiner schmucken Kirche ausgebreitet haben, ist Heinersdorf ein Dorf geblieben.
Dabei gehört es seit der Bildung Groß-Berlins im Jahre 1920 ebenso zum Bezirk Pankow wie heute auch das lebendige bevölkerungsreiche Prenzlauer Berg. Doch anders als im Szenebezirk hat sich das Straßenbild nicht völlig verändert und die Bevölkerung ausgetauscht.
In Heinersdorf ist noch vieles beim Alten, der Ortsteil bietet großes Verbesserungspotential, auch im Hinblick auf das kulturelle Leben und die Freizeitangebote. Umso erfreulicher ist es, dass sich engagierte Bürger und Bürgerinnen zusammenschlossen, um in der Zukunftswerkstatt an der Entwicklung ihres Kiezes zu arbeiten.
Und für alle Fälle sind die Vergnügungen Berlins nur eine Straßenbahnfahrt entfernt - mit der MetroTramLinie M2 geht es direkt zum Alex.



