Pankow-Heinersdorf, Tiniusstraße. Hier, am Rande Berlins, inmitten eines Gewerbegebiets, wurde Mitte Oktober 2008 die Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde eingeweiht. Unaufdringlich, in schlichtem Weiß mit 13 Meter hohem Minarett und einer Kuppel, deren Durchmesser neun Meter beträgt, fügt sich die Moschee in ihre Umgebung.
Sie trägt den Namen der ersten Ehefrau des Propheten Mohammeds, Khadija. Die Baukosten des Gotteshauses werden mit 1,7 Millionen Euro angegeben. Dieses Geld haben die Ahmadi-Frauen gesammelt. Das Haus besticht durch seine klaren Linien. Es ist nach Mekka ausgerichtet, also südöstlich. Große grüne Teppiche schmücken die beiden Gebetsräume.
Männer und Frauen beten getrennt. „Unsere Frauen sind lieber unter sich, da können sie ungezwungener sein", meint Imam Abdul Tariq. Fünfmal am Tag ruft er zum Gebet. Aber mehr symbolisch, kein Laut davon dringt in die Umgebung. Anders als in muslimischen Ländern, wo der Ruf des Muezzins weithin zu hören ist. Seine Freitags-Predigten hält Imam Tariq auf Deutsch. „Es soll schließlich jeder verstehen, was ich sage", erklärt der Prediger und fügt hinzu: „Wer möchte, soll kommen und uns besuchen, wir haben ein offenes Haus".
Interessierte Bürger haben die Möglichkeit, unter Führung von Imam Abdul Tariq die Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde zu erkunden. Der Imam bittet lediglich um vorherige Anmeldung, um an den Wänden entsprechende Sitzmöglichkeiten zu schaffen.



