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Im Zweifelsfall zur Blutentnahme
Schwangerschaftstests sind so jung wie die Menschheit. Die alten Ägypter gossen Urin über Getreidekörner. Falls deren Keimung erfolgte, galt dies als positiv.

Bis vor 50 Jahren war der sogenannte Froschtest modern: Apotheker spritzten einer afrikanischen Froschart Morgenurin unter die Haut. Fing der Frosch daraufhin an zu laichen, galt dies als positiv. Zur Geschlechtsbestimmung dienten Karpfenfische.

Seit 1980 wird meist zunächst ein häuslicher Stäbchenschnelltest auf das Hormon HCG durchgeführt, der schon etwa 2 Tage nach der Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter - in der Regel also etwa eine Woche nach der Befruchtung - gelingt. Indikator ist hierbei ein Farbwechsel auf dem Teststreifen. Als gesichert gilt ein solcher Test erst am 2. Tag nach dem Ausbleiben der Regel.

Ein Test darf erfolgen, wenn körperliche Veränderungen auf eine Schwangerschaft hindeuten, oder die Hoffnung oder Befürchtung besteht, schwanger zu sein. Beim Ausbleiben der Regelblutung sollte bei Verdacht ein Test durchgeführt werden. Diesen bei negativem Ergebnis vorsichtshalber ein paar Tage später wiederholen.

Trotzdem kann in den ersten fünf Wochen die Hormonkonzentration im Urin unter der Nachweisgrenze derartiger Tests sein, so dass hier ein falsch negatives Ergebnis vorliegt. Im Blut lässt sich HCG früher (ca. nach 9 Tagen) und verlässlicher als im Urin nachweisen, im Normalfall bereits zwei Tage vor der Regel. Durch eine Laboranalyse der HCG - Konzentration im Urin kann das Schwangerschafts-Stadium bis ca. zur 9. Woche bestimmt werden.

Daneben können auch noch andere Prozesse ein Testergebnis verfälschen: In seltenen Fällen wird das Hormon HCG (humanes Choriongonadotropin) durch Tumore gebildet, dann entsteht ein falscher Schwangerschaftsverdacht. Auch die ebenfalls den weiblichen Zyklus beeinflussenden Hormone FSH und LH können ein Ergebnis verfälschen, da sie dem HCG ähnlich sind.

Eine Fehlentwicklung der Fruchtanlage in den ersten Tagen nach der Befruchtung/Einnistung kann auch noch zu positiven Resultaten führen, wenn ein Abgang der Anlage, womöglich in Form einer „verspäteten Monatsblutung", schon geschehen ist. Durch eine Ultraschalluntersuchung ist die Einnistung des Embryos in der Gebärmutter - zunächst nur als eine Gewebs­anhäufung, später als Fötus - erst ab ab der 6. Woche zu erkennen.

Stäbchentests sind in Drogeriemärkten, Apotheken und (meist als reine Teststreifen) günstig im Versandhandel zu beziehen.