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Navi für die Frau
Seit etwa zwei Jahren sind Zyklus-Computer auf dem Markt, die ein einfaches, zeitgemäßes und harmonisches Hormon-Monitoring ermöglichen sollen. Scheinbar paradox: Ursprünglich konzipiert für die Verhütung, haben sie sich auch als sehr nützlich fürs Schwanger werden erwiesen.

Die Mini-Computer im gefälligen Design sind nur so groß wie ein Brillenetui. Zwar sind sie nicht ganz preiswert in der Anschaffung, dafür rechnen sich aber die Folgekosten für die monatlich anfallenden Teststäbchen - sie sind günstiger als die Pille.

Wie funktioniert das Hormon-Messsystem? Es besteht aus einem hygienisch handhabbaren, batteriebetriebenen Mini-Computer und Urin-Teststreifen. Im ersten Monat fallen 16 Teststreifen an. Durch diese Messungen erstellt der Computer ein individuelles Zyklusprofil anhand der Hormonveränderungen, und markiert darin den Zeitraum der fruchtbaren und der unfruchtbaren Phase. Ab dem 2. Messmonat sind nur noch acht Messungen nötig.

Wann sollte gemessen werden? Ganz einfach: Man schaut morgens auf den Monitor, ob dort „Urinprobe" angezeigt wird. Falls ja, hält man ein Teststäbchen in den Urin, und legt es in den Computer. Nach 1-2 Minuten erscheint ein Symbol: Ist es rot, sollte verhütet werden, ist es grün, ist keine Verhütung notwendig.

Im Falle eines Kinderwunsches signalisiert rot die Tage, an denen erhöhte Zeugungsaktivitäten fruchtbringender sein sollten.

Für wen ist ein Zyklus-Computer nicht geeignet? Frauen, die Hormonpräparate nehmen, stillen oder Wechseljahrsymptome haben, können nicht mit zuverlässigen Messdaten rechnen. Dies gilt auch für Frauen, deren Zyklen kürzer als 23 Tage oder länger als 35 Tage sind. Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion oder bei Stoffwechselstörungen, die unter dem Namen „Polyzistisches Ovarialsyndrom" zusammengefasst werden, ist abzuraten. Die Einnahme von Antibiotika, die Tetrazykline enthalten, verfälscht ebenfalls die Messergebnisse.

Da die Verhütungssicherheit bei etwa 94 Prozent liegt, ist das Gerät ungeeignet, wenn eine Schwangerschaft absolut nicht in Frage kommt.

Für alle anderen ist diese Methode zum einen eine Verhütungsmethode ohne Nebenwirkungen, zum anderen ein praktischer „Babywunsch-Monitor". In jedem Fall wird das natürliche Gefühl für den eigenen Körper intensiviert, indem man - über die bessere Veranschaulichung der eigenen Zyklusphasen - die hormonellen Phasen auch besser einschätzen kann.