Ab 2011 können Tankstellen den Treibstoff E 10 anbieten. Dies ist ein Benzin, welches bis zu 10 Prozent Ethanol enthalten kann. Bisher durfte Benzin nur bis zu 5 Prozent enthalten. Das in E 10 enthaltene Ethanol ist ein rein pflanzlich gewonnener Biokraftstoff aus umweltverträglichem Anbau. Biokraftstoffe verursachen weniger Treibhausgase und schonen die Erdölvorkommen, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind.
Dies wirkt sich allerdings preistreibend auf bisher verwendete Rohstoffe aus. In Mexico zum Beispiel stiegen die Maismehlpreise stark an. Daher arbeiten Forscher intensiv an der gentechnischen Aufschlüsselung von Hefen, um auch andere Zucker aus Pflanzenresten nutzen zu können, und gegebenenfalls ganz auf Butanol umzurüsten.
E 10 wird nur von Fahrzeugen vertragen, die auch dafür ausgelegt sind. Etwa 90 Prozent aller benzinbetriebenen PKW sind dafür ohne Einschränkung geeignet. Im Zweifel sollte man die Kfz-Werkstatt fragen, oder im Internet nachsehen (Link siehe unten!). Alle nicht E 10 verträglichen Fahrzeuge müssen weiterhin herkömmliche Benzinsorten tanken, denn sie können bereits durch ein einmaliges Betanken mit E 10 dauerhafte Schädigungen erleiden.
An der Tankstelle also genau auf die Kennzeichnung achten: An der Zapfsäule für E 10 steht der Name der Benzinsorte immer mit dem Zusatz „E 10" (also zum Beispiel Super E 10). Nur ohne diesen Zusatz handelt es sich um herkömmliches Benzin.
Informationen (auch alle geeigneten Fahrzeugtypen und die Servicerufnummern der Hersteller) unter www.dat.de/e10



