Das Schminken ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit, und diente vermutlich zunächst zu rituellen Zwecken im Rahmen von Fruchtbarkeitsriten. Heute gehört das Schminken in allen Variationen zum Alltag dazu. Ob dabei eher der schlichten Akzentuierung oder der „Kampfschminke" der Vorzug zu geben ist, bleibt umstritten und ist auch immer Geschmackssache.
Der in den neunziger Jahren kreierte Nude-Look („nacktes Aussehen") feiert zur Zeit sein kosmetisches Revival. Diese Make-up-Variante ist sehr unaufdringlich und zeitlos, und lässt sich altersunabhängig zu jeder Gelegenheit und mit jedem Styling perfekt kombinieren.
Rein schminktechnisch soll damit vorgegaukelt werden, man sei nicht geschminkt. Nicht alle Frauen aber sehen ungeschminkt traumhaft aus. Wer an glamouröse Make-up‘s gewöhnt ist, wird sich damit zunächst schwer tun. Denn es ist eine große Kunst, komplett geschminkt wie ungeschminkt auszusehen.
Vor der Grundierung können Pickelchen, Augenringe oder geplatzte Äderchen mit einem Concealer kaschiert werden - das ist Abdeckcreme in Form von Stiften, Cremes oder Flüssigcremes. Da die Grundierung perfekt auf die Haut abgestimmt sein sollte, muss die Farbe ein, zwei Nuancen heller sein als der natürliche Hautton.
Der Nude-Look erfordert auch Zurückhaltung in Sachen Farbe - man sollte sich auf Naturtöne in Beige, Braun und Bronze, blasse Lippenstiftfarben und matte Nagellacke beschränken. Ein heller Lidschatten öffnet und vergrößert die Augen und sollte sich nur minimal vom Teint abheben. Für den Nude-Look trägt man den Lidschatten - in Rosé, Beige oder hellem Braun - von der Wimpernlinie bis zum Knochen der Augenbrauen mit den Fingern auf. Statt Wimperntusche lieber braunen Mascara verwenden, das wirkt dezenter.
Ob einfach eine getönte Tagescreme reicht, oder teureres Flüssig- oder Kompakt-Make-up besser ist, sollte man in Ruhe ausprobieren. Aktuell sind sinnliches Braun und brillanter Gloss angesagt. Durch Puder und roséfarbenen Gloss lässt sich der Look noch verfeinern.



