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Immergrüne Halme
In Japan symbolisiert er Reinheit, in China ein langes Leben, in Indien Freundschaft und auf den Philippinen gilt er als Glücksbringer. Auch hierzulande erfreuen sich Bambusgewächse zunehmender Beliebtheit.

Mittlerweile gibt es ein breites Spektrum der widerstandsfähigen Gräser vom Bodendecker bis zur Garten-Wald-Pflanze im Handel, die gerade im Winter zauberhafte Anblicke bieten, da sie erst im Frühjahr einen Teil ihrer alten Blätter abwerfen. Viele der 47 Süßgrasarten mit weit über 1.000 verschiedenen Sorten sind so frosthart, dass sie sich auch in heimischen Gärten wohlfühlen.

In Europa lassen sich zwei Kategorien von Bambus kultivieren: Kleine Pflanzen, die eher in die Breite wachsen, und große mit bis zu meterhohen Halmen. Die Bambuswurzel wächst entweder „horstig", oder sie treibt lange Ausläufer aus, die man „Rhizome" nennt. Rhizombildende Arten sind zwar zur Sicherung von rutschgefährdeten Hängen geeignet, sie machen aber auch schnell anderen Pflanzen Wasser, Nährstoffe und Platz streitig. Daher empfiehlt sich bei Rhizombildnern in der Regel die Pflanzung in einem großen Kunststoffkübel ohne Boden.

Bambushalme sind kerzengerade oder gebogen, elastisch, und können bis zu 30 cm dick werden. In Asien werden sie häufig zur Einrüstung von Häusern genutzt. Die meisten Bambusarten haben lange schmale Blätter in sämtlichen Grüntönen und Variationen. Bambus blüht, je nach Art, nur alle 60, 90 oder 120 Jahre, danach stirbt die Pflanze oft ab. Bambusarten die sich in Europa im Freien halten lassen, blühen nur sehr selten. Bambuskauf ist Vertrauenssache, was Frostsicherheit und Blütezeit betrifft. Die Düngung erfolgt von April bis August, da Bambus u.a. viel Stickstoff und Kieselsäure benötigt. Verrotteter Mist, Hornspäne, Rasendünger oder Bambusdünger sind zu empfehlen, überdies sollten die Blätter immer als Dünger zwischen die Halme gegeben werden.