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Historische Bahnen und Busse – betreut vom Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin e. V.
Es war die Liebe zur Straßenbahn und zu ihrer Geschichte, die 1967 Berliner Straßenbahnfreunde zusammenführte. Sie traten an die Berliner Verkehrsbetriebe heran und unterbreiteten den Vorschlag, fahrfähige historische Straßenbahnwagen aufzubauen. Durch ihren jahrzehntelangen Einsatz, die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg sowie Veränderungen an den Fahrzeugen infolge der Anforderungen an die Sicherheit waren sie stark verändert worden. Da war ein Rückbau in einen historischen Zustand nötig. Mit Unterstützung des Märkischen Museums und des Verkehrsbetriebs gelang es, 1969 einen ersten Triebwagen im historischen Aussehen wieder herzurichten. Er war der Star des Festumzuges zur Eröffnung der Festwoche Köpenicker Sommer 1969.

Seitdem ist die Sammlung gewachsen, auch Omnibus- und Obus-Fahrzeuge werden vom heutigen Denkmalpflege-Verein (DVN) betreut. Sie vermitteln einen authentischen Einblick in die über 150-jährige Geschichte des Berliner öffentlichen Personennahverkehrs.

Das älteste Fahrzeug ist ein Pferde-Eisenbahnwagen der Bauart um 1874, wie er auch in Pankow eingesetzt war. Die jüngsten Fahrzeuge sind Mitte der 1990 ausgemustert und in die Sammlung Historische Berliner Straßenbahnwagen der BVG eingereiht worden. Mit Hilfe der vorhandenen Fahrzeuge kann die verzweigte Geschichte der Straßenbahn veranschaulicht werden. Sie ist auch ein Spiegelbild der Stadtgeschichte. Bis 1920, dem Jahr des Zusammenschlusses von Städten, Gemeinden und Gutsbezirken zu Groß-Berlin sind ebenso Sachzeugen vorhanden, wie auch Fahrzeuge der Zeit zwischen den Kriegen und Fahrzeuge aus Ost und West der Zeit nach dem Weltkrieg.

Auf dem 1901 in Betrieb genommenen Straßenbahnhof in Niederschönhausen, der auch als Nordend bezeichnet wird, werden auch Omnibusse betreut. Schwerpunkt der Sammlung ist der Zeitraum nach der 1949 vollzogenen Verwaltungstrennung in eine BVG-Ost und eine BVG-West. Neben zwei Doppeldeck-Omnibussen aus der Vorkriegszeit, die nach 1949 noch etwa 10 Jahre im Einsatz waren, sind hier die bekannten Typen DO 54 und 56 und Omnibusse aus der ungarischen Produktion vom Typ Ikarus zu bewundern.

In den Monaten April bis Oktober sind das Baudenkmal und die Sammlungen zu besichtigen. Die fahrfähigen Straßenbahnen und Omnibusse können auch gemietet werden bzw. werden mit ihnen Themenfahrten unternommen. Unser Verein betreut auch Obus-Triebwagen und Obus-Beiwagen in Eberswalde. Auch dort kann man mit ihnen fahren.

Besuchen Sie uns auch im Internet unter www.dvn-berlin.de
E-Mail: vorstand@dvn-berlin.de

1. Name und Anschrift
Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin e.V.
Dietzgenstraße 100
D-13158 Berlin
Telefon: 030 - 256 33 880
(nur automatischer Ansagedienst)

2. postalische Anschrift
Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin e.V.
Postfach 77 03 55, D-13003 Berlin