Um 1480 entstand in Blankenfelde ein Rittersitz unter der Familie von Barfuß. In der Folge waren die Familien von Arnim, von Rochow und von Grumbkow Eigentümer des Gutes. Der Oberhofmarschall Joachim Ernst von Grumbkow, als enger Vertrauter des Großen Kurfürsten für die Ansiedlung von Hugenotten zuständig, wurde im Sandsteinrelief und der Wetterfahne der um 1406 errichteten Feldsteinkirche, einem gotischen Hallenbau mit eigenartigen Fensterformen, verewigt.
1711 ging das Rittergut direkt an Friedrich I., Anfang des 19. Jahrhunderts gelangte es in Privatbesitz, und wurde um Stall- und Scheunengebäude für die Pferdezucht erweitert. 1882 wurde es von Berlin für die Verwaltung der Rieselfelder erworben.
Mit dem Bau der Heidekrautbahn erhielt Blankenfelde einen eigenen Bahnhof, der leider 1983 stillgelegt wurde. 1945 gelangte das Stadtgut unter sowjetische Administration, und diente zunächst der Versorgung der Garnisonen am Stadtrand. 1950 übereignete die sowjetische Kontrollkommission der Vereinigung volkseigener Güter Groß-Berlin die Güter Schönerlinde, Buchholz und Blankenfelde. 1951 wurde in die landwirtschaftliche Nutzung verstärkt die Schweinezucht einbezogen. Nach dem Mauerfall sorgte die Verwaltung der Berliner Stadtgüter noch bis 1995 für eine derartige Anschlussnutzung.
Danach blieb das Landgut sich selbst überlassen, bis es 2006 von dem Verein StadtGut Blankenfelde e.V. vorbildlich vor dem Verfall bewahrt wurde.Um das denkmalgeschützte Ensemble mit seinem 52.800 m² großen Grund dauerhaft vor spekulativem Umgang zu schützen, übereignete es der Verein einer gemeinnützigen Stiftung. 2005 wurde in Abstimmung mit dem Bezirksamt, dem Bürgerverein Blankenfelde und dem Naturpark Barnim eine Rahmenplanung erarbeitet, bei der die energieeffiziente Sanierung und Pflege des denkmalgeschützten Gebäudeensembles und der Park- und Grünanlagen im Vordergrund stehen.
Seitdem hat der Verein ehrenamtliche Arbeiten im Wert von über einer halben Million Euro aufgebracht. Ein Viertel des Aufwandes war der Beseitigung von Altlasten geschuldet, die restliche Arbeit diente vorrangig der Erhaltung der Gebäude. Zusätzlich wurden die drei historischen Gutsbrunnen reaktiviert, Wege, Plätze und Spiellandschaften angelegt, und u.a. über hundert Obstbäume alter Sorten gepflanzt.



