Weit vom Auge entfernt und meist im Verborgenen tätig fristen unsere fleißigen Füße ihr Dasein. Meist finden sie erst zu spät Beachtung, wenn sich Beschwerden bemerkbar machen, oder durch höhere Temperaturen ans Licht kommen. Gönnen wir ihnen also beizeiten Gutes! Hühneraugen, Schwielen und ungepflegte Nägel künden von einem achtlosen Umgang mit den treuen Tretern. Eine ordentliche Fußpflege kann hier Wunder bewirken.
Hornhaut und Nägel sollten regelmäßig behandelt werden. Dies geht leichter, wenn man zuvor ein 10- bis 20-minütiges ph-neutrales Fußbad nimmt. Alkalische (= laugende) Substanzen zerstören den Säureschutzmantel der Haut und begünstigen Hauterkrankungen.
Die Hornhaut sollte mit Bimsstein oder einer Hornhautraspel wieder auf ein geschmeidiges Niveau gebracht werden. Nägel nicht zu kurz und immer gerade schneiden, sonst entstehen eingewachsene Ecken, die Nagelbettentzündungen begünstigen. Vorsicht mit spitzem Werkzeug. Die Nagelhaut schonen, denn sie dient der natürlichen Abdichtung gegen Schmutz und Keime. Lackierungen bitte mit Unterlack, das schont den Nagel, der sich gern auch in lackfreien Phasen regeneriert.
Nach dem Bad freuen sich Füße über massierendes Eincremen mit fettreicher Creme (möglichst mit Urea = Harnstoff). Wer mehrmals pro Woche cremt, darf sich zarter Sohlen erfreuen. Täglicher Strumpfwechsel und gut gelüftete Schuhe beugen Pilzinfektionen vor.
Hühneraugen sind durch chronischen Druck auf knochennahe Hornpartien entstandene kegelförmige Hornschwielen mit einem schmerzhaft drückenden zentralen Sporn. Salicylsäurehaltige Pflaster oder Lösungen weichen den Hornkeil wieder auf, ansonsten sind professionelle Fußpflege oder operative Entfernung angesagt.
Blasen sollten niemals aufgestochen werden, denn dann droht Infektionsgefahr. Zum besseren Abheilen gibt es Gelpflaster zu kaufen, die eine schonende Rückbildung ermöglichen.
Gerade an heißen Sommertagen herrscht in Schuhen feuchtwarmes Klima, das Pilzsporen freut. Ist der Hautpilz erst einmal da (Anzeichen: Juckende rötliche/nässende Hautstellen, gelbliche Verfärbungen am Nagel), helfen Salben aus der Apotheke, die streng nach Vorschrift aufgetragen werden müssen. Ab Feststellung Socken und Handtücher unbedingt bei 60 Grad waschen. Falls nach 4 Wochen keine Besserung eintritt, muss der Arzt aufgesucht werden.
Vorbeugung: Füße immer gut abtrocknen, auch die Zehenzwischenräume. Eigene Handtücher, eigenes Nagelwerkzeug. Hotels und Schwimmbäder nur in eigenen Badelatschen betreten.
Wer professioneller Hilfe bedarf, geht zu einem Podologen: Der behandelt neben Schwielen auch eingewachsene und pilzbefallene Nägel oder Hühneraugen und Warzen. Nur die Bezeichnung „Podologe" oder „Medizinischer Fußpfleger" steht für eine staatlich anerkannte Ausbildung. Insulinpflichtige Diabetiker benötigen regelmäßige Fußpflege, die bei Podologen von der Krankenkasse bezahlt wird.



