Sich auf sich selbst besinnen, die Muskeln dehnen – und die Hektik mit jedem Atemzug und jeder Bewegung langsam hinter sich lassen. Das ist das Wichtigste am Yoga: Je mehr wir uns in Gedanken mit unserem Körper beschäftigen und uns auf die einzelnen Yoga-Positionen (Asanas) konzentrieren, desto eher tritt die Geschäftigkeit des Alltags für einige Zeit in den Hintergrund. Durch Atemtechniken, Körperübungen und Meditationstraining gelingt es, Stress loszuwerden beziehungsweise besser mit belastenden Situationen umzugehen. Schon nach dem ersten Training werden Sie es merken: Die Übungen beruhigen die Nerven, fördern die Durchblutung, entspannen verspannte Muskeln und machen beweglicher.
Wegen ihres nachhaltigen Erfolges werden von daher viele Yogakurse durch die Kassen bezuschusst. Wie sehen solche Yogaübungen aus, und was braucht man dafür?
Zunächst ein wenig Neugier, etwas Neues auszuprobieren, wenn Sie noch keine Erfahrung mit Yoga haben. Weiterhin: Für die Übungen elastische Sportkleidung, die bequem sitzt und nicht kneift. Eine rutschfeste Unterlage, eine Yogamatte, Decken zum Zudecken während der Tiefenentspannung sind im Studio vorhanden. Generell gilt: Nach einer Mahlzeit mindestens eine Stunde mit dem Training warten. Denn alle Haltungen und Übungen sollen sich gut anfühlen und auf keinen Fall unangenehm oder gar schmerzhaft sein.
In der Naturheilpraxis „Zeitfenster" bei Heike Armonat sind Sie auch als Anfängerin bestens aufgehoben. In einem hellen, großzügig geschnittenen Raum ist es eine Freude, sich Zeit für sich selber zu nehmen und Yoga unter ihrer Anleitung zu erlernen und zu praktizieren.
Die Stunde beginnt zunächst mit der Grundentspannung, daran schließen sich verschiedene Atemübungen („Pranayama") an, während derer man sich auf die innere Reise durch seinen Körper begibt und dadurch achtsamer und aufmerksamer sich selbst gegenüber wird. Es folgen einzelne „Asanas" (Körperhaltungen), das sind zumeist Übungen, die ineinander fließen, wie zum Beispiel der „Sonnengruß". Dabei kann man eigene Verspannungen aufspüren und lösen und auch durch regelmäßiges Training beweglicher und gelenkiger werden. Viele „Asanas", wie die Krokodilshaltung helfen, Schmerzen an der Wirbelsäule vorzubeugen oder zu lindern, weil durch die Dehnungen sowohl die Beweglichkeit erhalten als auch wieder verbessert wird.
Jeder hat schon einmal erlebt, wie seine Atmung im Moment von Angst schneller und flacher wird. Im Alltag gewöhnt man sich unbewusst solche Atemmuster in emotionalen Stresssituationen an, auf die der Körper physiologisch reagiert. Umgekehrt kann man aber auch über ein bewussteres Atmen negative Muster neu programmieren lernen. Werden diese Atemübungen des Pranayama regelmäßig praktiziert, verfeinert und verlangsamt sich die Atmung, was zu einer besseren Sauerstoffversorgung führt und den Köper mit mehr Energie versorgen kann.
Heike Armonat geht individuell auf jeden in der Gruppe ein - das führt zu einem schnellen Fortschritt der jeweiligen Übungen. Auch für diejenigen, die Yoga schon länger praktizieren, gibt es spezielle Trainingssequenzen, wie die Rishikesh-Reihe von Swami Sivananda. Sie dient speziell dazu, die Haltung zu verbessern, Verspannungen zu lösen, den Stoffwechsel anzuregen und emotional ausgeglichener zu werden.



